Mit Grubbern und Scheibeneggen im Einsatz

Die Feuerwehrleute mussten unter schwierigsten Bedingungen agieren. (Foto: S. Zietlow)

Feuerwehr Krähenwinkel übte zum Thema "Vegetationsbrand"

Krähenwinkel (ok). Vegetationsbrandbekämpfung – aktueller kann das Thema für die Feuerwehr im Augenblick kaum sein. Die Schulenburger halten sich in Bereitschaft für einen möglichen Einsatz in Schweden, die Krähenwinkeler haben das Thema in einem so genannten Sonderdienst unter die Lupe genommen. Nach einem kleinen Unterricht, bei dem es um Prävention, spezielle Brandformen und auch Schutzkleidung ging, stand die Praxis auf dem Programm. Edgar Schmidt-Nordmeier zeigte Gerätschaften aus der Landwirtschaft, die den Feuerwehren bei ausgedehnten Bränden zur Hilfe kommen können. Mit Grubbern oder Scheibeneggen können so genannte Wundstreifen gelegt werden, an denen das Feuer zum Erliegen kommen soll.
Danach gab es noch einen ausgedehnten Praxisteil. Hierfür stand den Teilnehmern über 10.000 Quadratmetern Stoppelfeld mit noch liegendem Stroh zur Verfügung. Hier wurde stückweise kontrolliert Feuer gelegt, um verschiedene Szenarien und dafür geeignete Angriffstaktiken zu trainieren. Brandbekämpfung mit der Feuerpatsche, die bis zu einer hüfthohen Flammenhöhe geeignet ist und dass entfernen des Brandgutes bei einem laufenden Feuer in einer Strohreihe. Die imposante Leistung eines Treckers mit Scheibenegge, beeindruckte alle Teilnehmer. Diese Methode spart bei den Einsatzkräften viel körperliche Energie, die sie im Anschluss nur noch für Nachlöscharbeiten benötigen.
Als letzte Übungseinheit wurde der Einsatz von Wasser trainiert, welches bei dieser Art von Einsätzen meistens nur begrenzt zur Verfügung steht und somit sparsam und gezielt eigesetzt werden muss. PPumpen und Fahren ist hier eine sehr effiziente und schnelle Maßnahme, wenn das brennende Terrain ein befahren zu lässt. Hierbei fährt das Löschfahrzeug mit einem gewissen Abstand an der Feuerflanke entlang. Während der Fahrt wird nun Wasser über ein bis zwei, bei der Feuerwehr kleinsten Strahlrohre, abgegeben.
Da es an dem Tag eher windstill war, wurde ein Drucklüfter, der sonst zur Entrauchung von Gebäuden dient als künstlicher „Windmacher“ genutzt.
Grundsätzlich sei gesagt, dass für eine Ausbildung zu dem Thema „Vegetationsbrandbekämpfung“ drei Themengebiete unterrichtet werden müssen:
Löschwasserförderung, Geländefahrausbildung sowie die Vegetationsbrandbekämpfung selbst
Die Ortsfeuerwehr Krähenwinkel bittet bei der Bevölkerung um Verständnis, dass es am Dienstagabend zu einer Geruchsbelästigung durch den Brandrauch gekommen ist. WEine realitätsnahe Übung ist nach Ausführungen des Ortsbrandmeisters Kai Jüttner wichtig, um im Einsatz sicher arbeiten zu können. Es sei besser in kontrollierten Momenten in der Ausbildung festzustellen, wie heiß Feuer sein kann als im Einsatz wo Ausfälle Folgen haben können. Ein Dank gilt auch allen Bürgern und Firmen, die ihre Objekte immer wieder den Feuerwehren für Ausbildungen zur Verfügung stellen.