Mit Handfeger und Kehrblech mächtig gefordert

Zeigte im standesgemäßen Krähen-Kostüm vollen Einsatz: Jan-Hendrik Helms. (Foto: O. Krebs)

Krähen-Torwart Jan-Hendrik Helms musste zum 30. Geburtstag fegen

Krähenwinkel (ok). Er ist eine Krähe durch und durch. Schon mit einem Jahr war Jan-Hendrik Helms mit seiner Mutter Angelika beim Mutter-Kind-Turnen, mit fünf ging es dann zum Fußball beim TSV Krähenwinkel/Kaltenweide. "Ins Tor bin ich dann später gekommen, weil sich ein Mitspieler den Arm gebrochen hat", erinnert sich Helms. Und er ist nie wieder rausgegangen. Jetzt war der Keeper aber nicht zwischen den Pfosten, sondern mit Handfeger und Kehrblech gefordert. Helms ist 30 Jahre alt geworden, und da er seine Bianca noch nicht zum Traualtar geführt hatte, war Fegen angesagt. Natürlich standesgemäß im Krähen-Kostüm. Tausende von "Herri"-Kronkorken waren unter der Terrasse des Vereinsheims verstreut, und Jan-Hendrik Helms war mächtig gefordert. im ungewohnten Kostüm kam er mehr ins Schwitzen als in so manchem Spiel, bis sich ein kleines Mädchen endlich erbarmte, ihn freizuküssen. Anschließend feirte der Tischlermeister seinen "Runden" noch ausgelassen mit etwa 100 Gästen im Krähenwinkeler Schützenhaus. Der BVB-Fan, dessen großes Vorbild Marc-André ter Stegen ist, hat natürlich wie fast jeder Torwart eine Marotte. "Ich ziehe immer zuerst meinen rechten Handschuh und meinen rechten Schuh an, wenn ich aufs Spielfeld gehe", plaudert Helms aus dem Nähkästchen. Dieses Ritual will er im Kader der ersten Mannschaft in der Landesliga noch ein Weilchen pflegen. Er sagt aber auch schmunzelnd: "Die Ü 32 rückt immer näher."