Mit Liebe und familiär

Mit großen Schritten die Welt entdecken: Irina Tänzer (links) und Ann-Kathrin Kähler leben das Motto der "Kleinen Füße" praktisch. (Foto: O. Krebs)

Hackethalstraße: „Kleine Füße“ sind Keimzelle des KitaZirkels

Langenhagen (ok). Sie kommt immer wieder gern hierher, wo quasi alles begann. Die „Kleinen Füße“ in der Hackethalstraße sind quasi die Keimzelle des KitaZirkels. „2008 haben wir hier in nur einem Raum eröffnet“, erinnert sich Geschäftsführerin Irina Tänzer noch genau. Später sei noch ein zweiter dazugekommen, bei der Renovierung hätten die Eltern kräftig mit angepackt. Irina Tänzer: „Ein Vater hat sogar eine Kommode für uns gebaut, eine Großmutter Figürchen geschnitzt.“ Ein Gemeinschaftsprojekt einer Eltern-Initiative, die Irina Tänzer noch als Mutter gegründet hat. Und die der Beginn des Aufschwungs des KitaZirkels mit heute insgesamt acht Einrichtungen darstellt, bei dem die Nachfrage immer das Angebot übersteigt. Irina Tänzer: „Wir sind nicht durchdesigned, haben aber unseren eigenen Charme. Wie in einer eigenen Wohnung. Bei uns geht es mit Liebe und familiär zu.“ Bei den „Kleinen Füßen“, die Ann-Kathrin Kähler leitet, fühlen sich die Ein- bis Dreijährigen in der Krippe sehr gut aufgehoben. Sie kommen aus dem ganzen Stadtgebiet´, nicht nur aus Wiesenau und Brink. Beim Konzept der Elterninitiative sei der Austausch wichtig, die Erziehungsberechtigten würden mit ins Boot geholt. Ann-Kathrin Kähler: „Die Eltern müssen ihre Kinder hier nicht nur abgeben, sondern sind gern gesehene Gäste.“ Die Einrichtung bietet zum Beispiel Elterncafés, aber auch gemeinsame Bastelaktionen an. Das offene Konzept sieht insgesamt sieben Bildungsbereiche vor: „Bewegung, Kreativität, Sprache, Spiele, Musik, Sinneswahrnehmung und Natur und Sachbegegnung. Für Letzteres ist Ann-Kathrin Kähler zuständig, die insgesamt sieben Mitarbeiterinnen hat. Die 28-Jährige geht zum Beispiel gern raus in die Natur, in den Zoo, experimentiert kindgerecht oder sucht nach Interessantem im Brinker Park. Wobei sie als kleinen Kritikpunkt anmerkt, dass die Spielgeräte nicht für Krippenkinder geeignet seien. Aber grundsätzlich sollen die Kinder bei den „Kleinen Füßen“ auf die Kita vorbereitet werden, lernen selbst zu entscheiden und Erfahrungen zu machen. Was das Essen angeht, so haben sie in der rucksackfreien Kinder die freie Auswahl am vegetarischen Buffet. Zumindest dann, wenn Corona vorbei ist. Darauf hoffen alle, denn im Moment können die 24 Mädchen und Jungen nicht zusammen spielen, sondern sind in zwei Gruppen aufgeteilt worden. Aber KitaZirkel-Leiterin Irina Tänzer fühlt sich hier auch trotz der Einschränkungen pudelwohl.