Mit Trauer und Verlust umgehen

Ingrid Graebe (von links), Carla Schäfer, Annette Rauch, Johanna Holze, Marianne Storbeck, Susanne Bräuer und Margit Piegsa vom Hospizverein Langenhagen haben die Befähigung, das Projekt „Hospiz macht Schule“ durchzuführen.

Hospizverein Langenhagen bietet Projekt „Hospiz macht Schule“ für Langenhagener Grundschulen an

Langenhagen (lo). Bereits vor vier Jahren begleiteten Johanne Holze und Margit Piegsa vom Hospizverein Langenhagen das Projekt „Hospiz macht Schule“ an der Grundschule Godshorn. Es folgten Projektwochen an Grundschulen in Bothfeld, Stöcken oder auch der List. „In Hannover wird das Projekt sehr gut angenommen. Daher haben wir uns überlegt, dass es toll wäre, wenn es dieses auch für die Grundschulen in Langenhagen geben würde“, sagt Holze.
Aus diesem Grund absolvierten insgesamt 14 Ehrenamtliche des Hospizvereins Langenhagen, darunter auch die beiden Koordinatorinnen Elke Kruse und Michaela Gerhartz, den Befähigungskurs „Hospiz macht Schule“ der Bundes-Hospiz-Akademie. „Es ist schön, dass sich so viele bereit erklärt haben“, sagt Holze und erklärt weiter: „Diese Ausbildung ist notwendig, um das Projekt durchzuführen.“ Denn nur durch diesen Kurs erhalten sie die spezifische Befähigung dazu, im Unterricht von Grundschulen eine Projektwoche zum Thema Sterben, Tod und Trauer mit Kindern durchzuführen.
An insgesamt fünf Tagen sind mindestens sieben Ehrenamtliche an der Grundschule, um mit den Dritt- oder Viertklässlern das Projekt „Hospiz macht Schule“ durchzuführen. Dabei widmet sich jeder Tag einem anderen Thema. So geht es am Montag um „Werden und Vergehen“, am Dienstag um „Krankheit und Leid“, sowie am Mittwoch um „Sterben und Tod“. Am Donnerstag geht es hingegen ums traurig-sein und den Abschluss bildet am Freitag das Thema „Trost und trösten“. „Für jeden Tag gibt es eine extra Kiste“, sagt Holze. Darin befinden sich unterschiedliche Materialien, die alle auf das jeweilige Thema abgestimmt sind.
Mit dabei haben die Ehrenamtlichen in den Kisten auch verschieden Bücher zu den Themen. „Wir lesen den Kindern auch kindgerechte Geschichten vor“, erläutert Holze. Neben dem Lesen wird aber auch viel gebastelt und gemalt sowie ein Film gezeigt. Des Weiteren ist am zweiten Tag immer ein Arzt anwesend, dem die Kinder ihre Fragen stellen können. „Es werden auch jeden Tag Fotos gemacht und auf eine Pappe geklebt um darzustellen, womit sich die Schüler den Tag über beschäftigt haben“, so Holze.
Viele der Aktionen werden aber nicht mit der ganzen Klasse gemeinsam durchgeführt, sondern in kleinen Gruppen. Dabei ist es wichtig, dass bei jeder Gruppe eine Ehrenamtliche dabei ist. Zudem gibt es auch sogenannte „Lila-Damen“. „Die gucken immer, ob alles läuft und nehmen auch mal ein Kind beiseite, wenn es weint“, erklärt Holze. Neben den Ehrenamtliche ist aber auch der Klassenlehrer die ganze Woche über dabei. „Das ist eine ganz enge Begleitung durch die Klassenlehrer. Sie sind dann immer abwechselnd in den unterschiedlichen Gruppen“, sagt Holze. Zum Ende der Projektewoche gibt es dann noch ein Abschlussfest, auf welchem die Schüler den Eltern präsentieren, was sie die Woche über gemacht haben. „Für die Kinder ist das Projekt ein tolles Erlebnis“, ist sich Holze sicher.
Interessierte Grundschulen aus Langenhagen, die am Projekt „Hospiz macht Schule“ teilnehmen möchten, können sich beim Hospizverein Langenhagen telefonisch unter (0511) 9402122 sowie per E-Mail an info@hospiz-langenhagen.de melden. Die Durchführung der Projektwoche ist für die Schulen kostenfrei. Vorab gibt es einen Elternabend, an dem das Projekt vorgestellt wird. Weitere Informationen gibt es unter www.hospizmachtschule.de.