„Motiviert in die Reha“

Tauschten sich aus: Carsten Weber (links) und Detlef Sonnenberg.Foto: O. Krebs

DAK unterstützt Arm- und Beinamputierte mit 2.500 Euro

Langenhagen (ok). Der Austausch untereinander hilft oft bei der Bewältigung des Leidens – diese Erfahrung machen Mitglieder von Selbsthilfegruppen oft, Detlef Sonnenberg, 2. Vorsitzender des Bundesverbandes für Menschen mit Arm- oder Beinamputationen, aus der Wedemark kann das bestätigen. „Man fällt oft in ein tiefes schwarzes Loch, wenn man von der bevorstehenden Amputation erfährt“, weiß Sonnenberg, der seit einem Motorradunfall gehandicapt ist, eine Prothese am linken Unterschenkel trägt. Dabei sei es gerade so wichtig, motiviert in die Reha zu gehen. Betroffene bräuchten immer einen Ansprechpartner; Detlef Sonnenberg verteilt so genannte Ampu-Rucksäcke mit Schuhlöffeln, Infomaterial und so genannte Abstandhaltern für Autos. „Der soll verdeutlichen, wie viel Platz wir eigentlich benötigen, aber manche Mitmenschen verhalten sich einfach rücksichtslos“, klagt Sonnenberg. 45 Selbsthilfegruppen gibt es mittlerweile in Deutschland; im Vergleich mit den 200 in den USA sei das schon recht gut. Nach einer aktuellen Studie sehen 90 Prozent der Deutschen Selbsthilfegruppen als sinnvolle Ergänzung zur ärztlichen Behandlung. „In unserem Gesundheitssystem ist der Erfahrungsaustausch untereinander sehr wichtig“, sagt Carsten Weber, Chef der DAK-Gesundheit in Langenhagen. Gerade für Betroffene mit seltenen oder sehr langen Erkrankungen sei es schwierig, verständnisvolle Gesprächspartner außerhalb der Familie zu finden. Deshalb ist es ihm ein besonderes Anliegen, die Arm- und Beinamputierten mit 2.500 Euro zu unterstützen.