„Musik kann zeigen, was miteinander bedeutet“

Unter der Leitung von Holger Kiesé singen die Chorklasse der Grundschule Godshorn sowie die Chöre aus Langenhagen gemeinsam mit den Besuchern.
 
Zum Abschluss singt die A-Capella-Band Draufsänger.

Neujahrskonzert der Bürgerstiftung und der Offenen Gesellschaft lockt viele Besucher in den Theatersaal

Langenhagen (lo). „Ich glaube, es wird ein außergewöhnliches Konzert mit Ihnen allen zusammen“, sagte Stefan Polzer, Leiter der Musikschule Langenhagen, zu Beginn des diesjährigen Neujahrskonzert der Bürgerstiftung und der Offenen Gesellschaft. Und damit hatte er nicht zu viel versprochen. Unter dem Motto "Starke Stimmen Langenhagen“ konnten sich die Besucher auf ein Konzert freuen, „dass es so noch nicht gegeben hat“, ist sich auch Claus Holtmann, Präsident der Bürgerstiftung, sicher. Der Grund: Nicht nur erfahrene Sänger waren zu hören, sondern auch schon die Jüngsten.
Und das die Kleinsten auch schon starke Stimmen haben, stellte die Klasse 2c der Grundschule Godshorn gleich zu Beginn des Konzertes unter Beweis. Unter der Leitung von Lehrerin Beatrix Reuter und der Klavierbegleitung von Heike Willig von der Musikschule sang die Chorklasse gleich zwei Lieder, darunter auch „Sing mit uns“. Doch dies sollte nicht der letzte Auftritt der Grundschüler sein. Gemeinsam mit den Chören aus Langenhagen standen sie im Anschluss erneut auf der Bühne. „Dieser Teil ist auch ein Projekt. Denn wir wollen heute alle gemeinsam singen“, sagte Holtmann.
Damit dies auch funktioniert, hat die Leitung des Gemeinschaftskonzerts der Engelbosteler Holger Kiesé übernommen. Der Musiker und Musikpädagoge hat sich dabei für alle drei Lieder etwas ganz Besonderes einfallen lassen. „Ich habe mir eine Performance für das erste Lied überlegt“, sagte Kiesé und machte diese im Anschluss gleich vor. Für das Lied „Singen macht Spaß“ gab es nicht nur eine Performance, sondern auch eine gesangliche Herausforderung. „Wir singen im Kanon“, sagte der Musiker. Und weiter: „Ich glaube, das hat es im Theatersaal auch noch nicht gegeben.“ Und für die Männer hatte er sich noch etwas anderes überlegt: Sie sollten Solo singen.
Schon bei den ersten beiden Liedern sangen die Besucher fleißig mit, doch so richtig laut wurde es beim letzten Lied „Über den Wolken“ – diesmal allerdings ohne die Chorklassen. „Erst bei der Generalprobe ist das entstanden, was heute zu hören war. Aber etwas fehlte“, meinte Holtmann im Anschluss. „Und jetzt wissen wir auch was: nämlich Sie.“ Für den Präsidenten der Bürgerstiftung war dies ein „tolles und sehr gelungenes Experiment.“
Zum Abschluss des Konzertes konnten sich die Besucher dann auf die A-Cappella-Band „Draufsänger“ freuen. Die fünf Osnabrücker sorgten mit einer Mischung aus Comedy, Lieder über die Liebe und die Nachhaltigkeit für einen gelungenen Schlusspunkt. Und die Besucher konnten gar nicht genug von den Musikern bekommen. Insgesamt drei Zugaben sang die Band – und das letzte Lied sogar gemeinsam mit dem Publikum. „Ein schöneres Abschiedsgeschenk mit dem gemeinsamen Singen hätten sie uns nicht machen können“, ist sich Holtmann sicher.
Neben dem gelungenen Neujahrskonzert war es für den Präsidenten der Bürgerstiftung aber auch ein gelungener Start für die Zusammenarbeit zwischen der Bürgerstiftung und der Offenen Gesellschaft. „Das hatte wundervoller nicht symbolisiert werden können, als mit einem gemeinsamen singen“, sagte Holtmann. Dem schließt sich auch Andrea Hesse von der Offenen Gesellschaft an. „Es ist für uns eine große Freude. Wir verfolgen ähnliche Ziele und ziehen an einem Strang“, erläuterte Hesse. Und weiter: „Wir glauben beide daran, etwas verändern zu können, wenn wir vor Ort anfangen.“ Daher war das Konzert für alle Beteiligten auch etwas „ganz besonderes“. Und Holtmann ist sich sicher: „Musik kann zeigen, was miteinander bedeutet“