Muss sich Leistung lohnen?

Stadt-Beamte gehen bei Prämien leer aus

Langenhagen (ok). Leistung muss sich lohnen – so lautet ein bekannter Werbeslogan. Die Frage ist nur: für wen? Die Stadtverwaltung Langenhagen war der Ansicht für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter musste sich aber durch die NLPZVO – hinter diesem Wortungetüm verbirgt sich die Niedersächsische Leistungsprämien- und Zulagenverordnung – eines Besseren belehren lassen. Von der ist Bürgermeister Friedhelm Fischer ganz und gar nicht begeistert. "Die ist so kompliziert, dass viele Kommunen sie gar nicht erst anwenden", so Langenhagens Verwaltungschef. Vor allen Dingen sieht es eine andere Verteilung der Prämien nach Zielvereinbarungen vor, wie sie die Stadt Langenhagen anstrebt. Fischer: "Demnach hätten weniger Mitarbeiter mehr Geld bekommen." Das Verfahren ist 2011 allerdings eingestellt worden, der Bund der Steuerzahler hatte es moniert. Seitdem gibt es für Beamte im Langenhagener Rathaus keine Prämien mehr. Damit die gezahlten Gelder nicht zurückgezahlt werden müssen, hat der Rat der Stadt Langenhagen jetzt einen rückwirkenden Beschluss gefasst, der dies verhindern soll. Schaden ist der Stadt Langenhagen laut Fischer nicht entstanden; es handelt sich bei den Ausschüttungen um eine Summe von etwa 43.000 Euro innerhalb von zwei Jahren. Jens Mommsen (BBL), Mirko Heuer (CDU) sowie Einzelkämpfer Wilhelm Behrens waren bei der Abstimmung allerdings skeptisch, sehen die Gefahr der Regressförderung sowohl gegenüber dem Hauptverwaltungsbeamten als auch gegenüber den einzelnen betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.