Nach dem Norden jetzt der Westen

CDU fordert neue Sporthalle in Engelbostel und Sanierung der RKS-Halle

Langenhagen (ok). Die Priorität in Sachen Sporthallen liegt für die CDU-Fraktion eindeutig im Westen. In Engelbostel soll eine neue Sporthalle entstehen, die Sporthalle an der Robert-Koch-Realschule saniert werden. Schwerpunkte sind hierbei die Dusch- und Sanitärbereiche. Die RKS-Sporthalle – aus Sicht der CDU eine der attraktivsten und zuschauerfreundlichsten mit hervorragendem Wettkampf-Ambiente – sei erst mit einem neuen Schwingboden und einer Wärmeschutzverglasung ausgestattet worden. Ein Neubau würde die Sportfreifläche, die auch als Pausenhof genutzt wird, erheblich und unverhältnismäßig verkleinern, etwa um zwei Drittel. In Engelbostel ist vor einigen Jahren ja die Übernahme des Racket-Clubs durch den MTV Engelbostel-Schulenburg gescheitert; die Situation hat sich seit damals nicht gravierend verändert. Im Gegenteil: Der Hallenengpass in Langenhagen hat sich verschärft; der MTV Engelbostel-Schulenburg versucht seit vielen Jahren erfolglos, zusätzliche Hallenstunden zu ergattern. Die Folgen nach Darstellung des betroffenen MTV: Die Handball-Jugend teilt sich eine Trainingszeit mit den Erwachsenen, neue Teams können nicht an den Start gehen. In den Wintermonaten gibt es nicht genügend Kapazitäten für die Fußballer; Mannschaften müssen zusammengelegt werden; das Training zeitweise ausfallen. Volleyball ist Fehlanzeige beim MTV, keine Zeiten. Das Aushängeschild des Vereins – die Inlinehockey-Sparte – steht vor dem Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga, sucht dringend eine Möglichkeit, das Training und die Pflichtspiele ortsnah bestreiten zu können. Weitere Mankos: Das Tennistraining im Winter steht nach der Schließung des Racket-Clubs mehr denn je in den Sternen; der leistungsstarken Tischtennissparte fehlen Ausweichmöglichkeiten, die Schulsporthalle ist wegen der vorbildlichen Jugendarbeit zu klein geworden. Und die Krönung des Ganzen: Neue Sportarten in der Halle können nicht angeboten werden. Für die Fraktion der CDU ist klar: Nachdem das Feld im Norden bestellt worden ist, kommt nun der Westen an die Reihe.