Nach Disput nun Chance für Bürgerbeteiligung

Teiche im Stadtpark sollen neu gestaltet werden

Langenhagen (gg). „Informationen zum Sachstand der Stadtparkteiche“ standen auf der Tagesordnung des Umwelt-Ausschusses. Rege nutzten einige Bürger ihr Rederecht in der Einwohnerfragestunde. Im Nachklang ihres Ärgers über das Trockenfallen des nördlichen Teichs, samt des Fischsterbens, hinterfragten sie, wer von den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung wann hätte handeln sollen und müssen, um den Wasserstand zu heben. Erneut wurde deutlich, dass die Informationen, die Bürgermeister Mirko Heuer zwecks Abwägung der Maßnahmen, zugetragen wurden, fatal und falsch waren. Verwaltungsintern gingen die Mitarbeiter davon aus, dass nur sehr wenige Fische im Teich leben. Tatsächliche waren es mindestens 1.500. Mit dem Fokus auf den Schutz von Artenvielfalt engagierte sich der NABU nicht für den Erhalt des nördlichen Teichs, plädierte stattdessen für die Umgestaltung in Flachgewässer, unterschätzte jedoch in erheblicher Weise den Wunsch der Parknutzer nach freien Wasserflächen (Refugium für Enten und Fische). Dass der Wasserspiegel des Teichs nicht so stark abfällt und dass die künstliche Belüftung technisch außer Kraft gesetzt wird, war ein weiterer Teil des verwaltungsinternen Hoffnungskonzepts, das nicht aufging. So gab es nach dem ersten Verenden der Fische die Abfischung per Stromeinsatz. In der Folge trieben Hunderte tote Fische in der Restpfütze. Die Folgetage brachten Starkregen, der Teich füllt sich wieder – allerdings in erheblicher und daher mysteriöser Weise. BBL-Ratsherr Werner Knabe forschte nach und fand einen Zulauf, der neu war. „Wasser kommt aus den beiden Schächten im nördlichen Rieselfeld. Dort wird offensichtlich in erheblichem Maße Wasser abgepumpt. Eine Leitung wurde direkt in den Graben am Südrand gelegt und sorgt nun für eine Wassereinspeisung“, so seine Beobachtung, die seitens der Stadtentwässerung zunächst als unsinnig abgetan wurde. Ein Disput mit dem Bürgermeister führte zum Ortstermin und zum Aha-Erlebnis. Werner Knabes Beobachtung war richtig. Die Mitarbeiter der Stadtentwässerung hatten dies nicht im Blick, weil es sich um eine außerplanmäßige kurzfristige Maßnahme gehandelt hatte. Diese wird umgehend eingestellt.
Konstruktive Ideen zur Parkgestaltung und zum Erhalt oder zum Umbau der Teiche sind erwünscht. Bürgermeister Mirko Heuer sagte vor dem Hintergrund, dass die reine Grundwasserspeisung der Teiche, auch ohne Schwimmbad-Baustelle, problematisch ist: „Nun ist der richtige Zeitpunkt für eine Neuausrichtung.“ Auch Werner Knabe bietet sich als Ansprechpartner für sachorientierte Hinweise (keine emotionalen Beschuldigungen an die Stadtverwaltung) an, E-Mail knabe_werner@hotmail.com.