Nach einem Techtelmechtel war erst einmal Funkstille

Seit 50 Jahren glücklich verheiratet: Gisela und Wilhelm Eike.

Zwei engagierte Ehrenämtler feierten goldene Hochzeit

Engelbostel. Gisela und Wilhelm Eike feierten ihre goldene Hochzeit, feiern ist wohl zu viel gesagt. Deshalb ist es der Ortsbürgermeisterin Bettina Auras ein besonderes Ansinnen, einmal ein paar Anekdoten, natürlich im Einverständnis mit den beiden zu berichten. Sie wäre mit ihrem Mann auch unter den Gästen gewesen, denn auch dem Treckerclub sind beide zugewandt. Gisela und Wilhelm sind bekannt wie bunte Hunde, sind gern gesellig in alle Richtungen des Vereinsleben in Engelbostel und Umgebung unterwegs und laden auch gern mal Gäste ein. Nun ist alles anders...
Gisela besuchte die Mittelpunktschule in Engelbostel,  da ist sie Wilhelm schon ins Auge gefallen. Gisela ist geborene Heitlingerin 14 Jahre jung, Wilhelm 16 Jahre, geboren als Sohn des Engelbosteler Bürgermeisters. Gemeinsam besuchten sie das Engelbosteler Erntefest. Da hat der Wilhelm seine Gisela mit der NSU Quickly in Heitlingen zum Erntedankfest in Engelbostel abgeholt. Nach diesem Techtelmechtel war erst einmal Funkstille, beide gingen anderweitigen Interessen nach. 1969 sind sie sich dann wieder auf dem Sportplatz in Engelbostel über den Weg gelaufen und da war doch was….
Giselas Vater war zwar erst gegen die Verbindung, aber als seine Tochter 21 Jahre alt war, wurde geheiratet und der Vater hat die Musik mitgebracht. Was zu diesem Zeitpunkt keiner wissen durfte,: Die beiden hatten längst zusammen gewohnt. Als beide zum Traugespräch bei Pastor Brünjes vorstellig wurden, hat dieser erst einmal den beiden die Leviten gelesen. Standesamtlich wurde in Berenbostel geheiratet, der Brautvater fragte auf dem Standesamt, ob dort etwas getrunken werden darf. Der Standesbeamte verneinte, da holte der Brautvater die Flasche aus der Tasche und der Standesbeamte stellte die Gläser bereit….
Sie ist gelernte Bauzeichnerin und er gelernter Bohrwerksdreher. Beide haben mir bestätigt, dass sie immer gern und viel gearbeitet haben. Nach der Arbeit, als sie dann frei hatten, haben sie gemeinsam nachts Bratwürstchen verkauft, natürlich mit Reisegewerbekarte. Das ganze über 25 Jahre und dann habe ich auch noch nach Hobbys gefragt. Wilhelm Eike hat Spaß am Geschichten erzählen und an der Heimatkunde, dafür ist er bekannt über die Grenzen von Engelbostel hinaus. Wilhelms Vater, erster gewählter Bürgermeister von Engelbostel war 47, und er 44 als er 1992 in den Ortsrat Engelbostel gewählt wurde, heute stellvertretender Bürgermeister von Engelbostel hat bis heute nie geschwächelt. Gisela Eike ist bereits in der zweiten Periode die Schiedsfrau im Ort, seit 15 Jahren. Neben ihren ganzen ehrenamtlichen Geschicken widmen sich die beiden ausgiebigen Sparziergängen mit Dalmatinerhündin Greta und erfreuen sich bester Gesundheit. Ortsbürgermeisterin Bettina Auras wünscht den beiden von Herzen alles erdenklich Gute, vor allem aber Gesundheit.