Nachhaltigkeit auf lokaler Ebene leben

Rat der Stadt verabschiedet Resolution zur Agenda 2030

Langenhagen (ok). Es war ein durchaus globales Thema, das jetzt in der jüngsten Sitzung im Rat der Stadt Langenhagen intensiv diskutiert worden ist. Hintergrund: Die Vereinten Nationen haben sich Ende September 2015 auf die 2030-Agenda geeinigt. Sie bildet einen neuen globalen Rahmen für nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung. Die SPD im Rat der Stadt Langenhagen hat jetzt vorgeschlagen, die Resolution anzunehmen. Der Deutsche Städtetag hat eine Musterresolution entwickelt. Denn: Aus kommunaler Perspektive seien vor allem folgende Ziele relevant: Städte und Siedlungen sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen; Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und zeitgemäßer Energie für alle sichern; eine belastbare Infrastruktur aufbauen, inklusive und nachhaltige Índustrialisierung fördern und Innovationen unterstützen; Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen. Antragsteller Wolfgang Langrehr (SPD): „Mit der Annahme der Resolution signalisiert Langenhagen seine Bereitschaft, sich für ausgewählte Themen der Nachhaltigkeit wie etwa Klimaschutz zu engagieren und im Rahmen seiner Möglichkeiten entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Das können Maßnahmen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit vor Ort sein, kommunale Strategien für ein Nachhaltigkeitsmanagement oder kommunale Partnerschaftsnetzwerke. Langenhagen hat sich mit einem Pilotprojekt  -öffentlicher Blumen- und Gemüsegarten- in Kaltenweide, engagiert. Dieses Projekt wurde gemeinsam mit der Partnerstadt Bijeljina initiiert.
Langrehr sieht auch viele lobenswerte Initiativen in der Stadt, die bisher noch nicht öffentlich gemacht worden seien. Die Stadt Langenhagen hat sich mit einem Pilotprojekt – öffentlicher Blumen- und Gemüsegarten – in Kaltenweide engagiert. Dieses Projekt wurde gemeinsam mit der Partnerstadt Bijeljna initiiert. Wolfgang Langrehr: „Das ist Marketing!“ Bei FDP, Linken und der Gruppe Unabhängige/Grüne stieß Langrehr auf Zustimmung, die Resolution müsse nur mit Leben erfüllt werden. Andreas Eilers (AfL) ist vom Grundsatz her auch einverstanden, sieht allerdings ein Problem in der so genannten Musterordnung. Die sei zu pauschalisiert. CDU und AfD sehen die Resolution als nicht sinnvoll für Langenhagen an. Für Achim Hinz (AfD) ist sie ein Luftschloss, für Reinhard Grabowsky ein Papiertiger. „Wir brauchen keine Lippenbekenntnisse“, sagt der CDU-Fraktionschef. Letztendlich ist die Resolution aber mit 19 Jastimmen bei zwölf Enthaltungen angenommen worden. Dietmar Grundey (CDU) und die AfD-Fraktion mit Achim Hinz und Herbert Klever stimmten dagegen.