Nachts sind viele Ampeln abgeschaltet

Abstimmung im Aufgabengebiet Verkehr und Straßen (von links): Uwe Fromberg und Anette Mecke (Fachdienstleiterin). (Foto: G. Gosewisch)

Verkehr soll fließen, Sicherheit an großen Kreuzungen bleibt

Nachts sind viele Ampeln abgeschaltet

Verkehr soll fließen, Sicherheit an großen Kreuzungen bleibt

Langenhagen (gg). „Sämtliche Ampelanlagen sind überprüft worden“, so die Auskunft von Anette Mecke und Uwe Fromberg vom Fachdienst Verkehr und Straßen zum Abschluss des Projekts Nachtabschaltung, das seit mehreren Monaten in Langenhagen durchgeführt wird. Nun sind Vorfahrtsregeln ohne Lichtsignale an vielen Kreuzungen zu beachten, das soll zur Lärmminderung beitragen, den Verkehrsfluss begünstigen und Abgase reduzieren. „Ein Beispiel ist die Wagenzeller Straße/ Weiherfeldallee, sie wird von 22 bis sechs Uhr abgeschaltet. Das geringe Verkehrsaufkommen lässt das zu“, erklärt Uwe Fromberg zur Einzelfallprüfung und fachlichen Abwägung. Ampeln an Fußgängerüberwegen an Schulen werden sogar von 17 bis sechs Uhr abgeschaltet. Das Bestreben, für die Nachtstunden so viel freie Fahrt wie möglich zu realisieren, gibt es bereits seit dem Jahr 2009. Abschaltungen wurden seit dem vereinzelt vorgenommen. Mit der Übertragung der Zuständigkeit für Ortsdurchfahrten von der Region auf die Kommune Anfang des Jahres 2014 habe es neuen Handlungsspielraum gegeben, lässt Anette Mecke wissen. Sie schränkt aber ein: „Hauptverkehrsverbindungen sind von der Nachtabschaltung ausgenommen. Die Verkehrssicherheit geht hier vor.“ Beispiele seien die großen Achsen in Langenhagen wie in Ost-West-Richtung mit der Bothfelder und Godshorner Straße, die als Autobahnumleitungsstrecke ausgewiesen sind. In Nord-Süd-Richtung gibt es nördlich des Langenforther Platzes keine nächtlichen Lichtsignale, ausgenommen ist die Kreuzung Walsroder Straße und Pferdemarkt/Reuterdamm. Keine Chance, an dem Takt der Ampeln etwas zu ändern, gibt es nach Auskunft von Anette Mecke im Zufahrtsbereich zur Flughafenstraße und im Bereich der Stadtbahnlinie. Das sei ebenfalls der besonderen Pflicht zur Verkehrssicherheit geschuldet. Zu unterscheiden sei grundsätzlich zwischen Abschalten und Umprogrammieren des Taktes. Für Letzteres sei ein erheblich höherer Aufwand nötig. „Beim Abschalten wird die Steuerung für eine bestimmte Dauer nur ausgesetzt, sie bleibt aber erhalten. Dem Umprogrammieren der Ampelphasen muss eine detaillierte Zählung der Verkehrsströme vorausgehen. Die Ampel-Steuerung muss alle möglichen Beziehungen erfassen. Links, rechts, geradeaus, einzeln, kombiniert oder mit Vorrang und jeweils für Kraftfahrzeuge, Busse, Fahrräder, Fußgänger - das ist sehr komplex und erfordert in der Berechnung der Phasen erheblichen Aufwand, denn die Steuerung soll die Verkehrsmenge optimal lenken“, sagt sie. Beim Umbau der Hochbahnsteige am Langenforther Platz wird eine Umprogrammierung gerade seitens der Firma Transtec vorbereitet. Zuständig ist wegen der Stadtbahnlinie die Üstra, die Stadtverwaltung Langenhagen darf nur beratend einwirken. Die Kosten dafür liegen nach grober Schützung des Fachbereichs im fünfstelligen Bereich. Der Takt der Stadtbahn und die Vorrang-Schaltung für Busse sorgt an dieser Kreuzung für besonders viele Phasen, entsprechend länger werden die Wartezeiten je Fahrtrichtung. Zudem ist diese Kreuzung mit der größten Verkehrsmenge in Langenhagen belegt. Anette Mecke erklärt zum Grund für Stau-Häufung: „Der Platz ist begrenzt. Es können nicht mehr Fahrspuren gebaut werden.“