Nächtliche Ampelabschaltung im Prüfverfahren

Straßenbauliche Probleme bleiben ohne Lösung

Langenhagen (gg). Eine Reihe von straßenbaulichen Problemen wurden in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses diskutiert, darunter die Radverkehrsführung Brinker Straße, der Fußweg entlang des Stucken-Mühlen-Weges (Höhe Kellenheide), der Le-Trait-Platz und der Hainhäuser Weg. Zum Beschluss von Baumaßnahmen führte diese Diskussion nicht, stattdessen wurden der Stadtverwaltung Prüfaufträge aufgegeben. Dabei mangelte es an Vorschlägen und Alternativen seitens der Verwaltung wahrlich nicht, in den Fraktionen aller Parteien und Gruppen wird teilweise seit Jahren zu diesen Themen beraten. „Mit baulichen Maßnahmen ist keine Verbesserung der Verkehrssituationen zu erzielen“, war das Fazit zur Radverkehrsführung Brinker Straße, westlich der Vinnhorster Straße. Stadtbaurat Carsten Hettwer attestierte: „Das ist ein schwieriges Thema! Ursprünglich haben wir einen Radweg auf der Südseite vorgeschlagen, der wurde von der Politik abgelehnt, nun wieder favorisiert.“ Anette Mecke, Leiterin Fachdienst Verkehr und Straße, ergänzte: „Wir haben Lösungen gesucht, die nicht in die Flächen bebauter Grundstücke eingreifen.“ Es sei davon auszugehen, dass das im Sinn der Grundstückseigentümer ist. Warum überhaupt Fahrradwege in dem Bereich nötig sind, fragte Gabriele Spier (CDU). Würde eine Tempo-30-Zone statt Tempolimit-30 eingerichtet werden, müssten Fahrradfahrer ohnehin auf der Kraftfahrzeug-Fahrspur unterwegs sein. Das wird nun geprüft. Jens Mommsen (BBL) appellierte dafür, das Thema „zu beerdigen, statt die Verwaltung damit weiter zu beschäftigen."
Weitere Prüfaufträge: Kostenumlage an die Anlieger beim Bau des geforderten Fußweges am Stucken-Mühlen-Weg (Höhe Kellenheide), Beschaffenheit einer roten Betonsteinpflasterung am Le-Trait-Platz, Möglichkeit einer Verkehrszählung am Hainhäuser Weg, obwohl das bekannte und vorhandene ISEK-Gutachten ausweist, dass fast nur Anlieger diese Straße benutzen. Unsachliche und unhöflich formulierte Anweisungen mussten sich Carsten Hettwer und Anette Mecke anhören. Brigitte Capelle (SPD) ist Anliegerin am Hainhäuser Weg und forderte: „Wir wollen die Vielzahl der PKW und LKW reduziert haben.“ Michael Horn (Grüne) lehnte die in der Diskussion aufgeworfene mögliche Umgehungsstraße ab und erinnerte, wie Anette Mecke, daran, dass für den Busverkehr die Fahrbahn ohnehin frei gehalten werden muss.
Interessante Hinweise gab es am Schluss der Sitzung. So teilte Anette Mecke mit, dass derzeit geprüft wird, ob eine nächtliche Ampelabschaltung in Langenhagen (außer an den Hauptverkehrsadern) möglich ist. Carsten Hettwer informierte zum Ergebnis einer Gutachterprüfung des Marktplatzes: „Die Klinker-Pflasterung ist in Ordnung. Kleinigkeiten (Beschädigungen) sind zu sehen, aber das entspricht dem Üblichen.“