Näher am Bürger dran

Unter Kolleginnen und Kollegen: Dagmar Maronde bei den Filmfestspielen in Cannes.

Polizeibeamtin Dagmar Maronde hilft in Cannes aus

Langenhagen (ok). Ruhe und Gelassenheit – das passt zur französischen Lebensart und so agieren auch die Flics – zumindest im Raum Cannes in Südfrankreich. So hat es die Langenhagener Oberkommissarin Dagmar Maronde zumindest während eines zweiwöchigen Aufenthaltes bei den legendären Filmfestspielen erlebt. Die Beamtin ist wegen ihrer guten Französischkenntnisse – sie hat unter anderem ihr Abitur in der romanischen Sprache gebaut – als einzige Deutsche für das Austauschprogramm ausgewählt worden. In Cannes war sie vor allen Dingen Ansprechpartnerin für die deutschen Touristinnen und Touristen, ist den halben Tag lang regülar Streife mit den französischen Kolleginnen und Kollegen gefahren, bevor sie sich am Abend dienstlich in der Welt der Stars und Sternchen bei den Filmfestspielen bewegte.
Und Dagmar Maronde hat schon einige Unterschiede beim täglichen Dienst ausgemacht: "Im Gegensatz zu uns fahren die Franzosen immer zu dritt im Streifenwagen." Und das oft mit einem "flotten Reifen", so die Polizeibeamtin schmunzelnd. Was die Bürgerinnen und Bürger angeht: Die stünden der Polizei in Frankreich oft mit größerem Respekt gegenüber als hierzulande, sagt die Kontaktbeamtin für Kaltenweide und Krähenwinkel. Diese Funktion gibt es in Frankreich übrigens nicht, die Polizei sei in Deutschland viel näher am Bürger dran. Dagmar Maronde zieht eine durchweg positive Bilanz des 14-tägigen Aufenthalts: "Ich habe einen ganz anderen Blickwinkel auf meine eigene Arbeit bekommen." Und auch ihr Chef Reinhard Cichowski sagt: "Es ist wichtig, Erfahrungen außerhalb Langenhagens zu sammeln. Das kann für die Dienststelle hier nur von Vorteil sein."