Neubau des Nordtrakts wächst

Die Arbeiten im Haus der Jugend schreiten voran. (Foto: J. Stahl)

Fertigelemente für Verbindungsbau in Position gebracht

Langenhagen. Die Bodenplatte ist gegossen, ein Teil der Wände bereits gemauert: Der Neubau des Nordtrakts vom Haus der Jugend nimmt Gestalt an. Damit er künftig an Höhe gewinnen kann, wurden jetzt die ersten Stahlbetonwände und -decken im Bereich des neuen Verbindungstrakts gesetzt. Die insgesamt etwa 18 Tonnen schweren Fertigbauteile wurden mittels eines Autokrans in Millimeterarbeit in die auf der Sohlplatte vorhandene Anschlussbewehrung eingesetzt. Der zwischen den Platten vorhandene Hohlraum wird später mit Beton gefüllt.
Nachdem dieser Unterbau errichtet ist, arbeitet das beauftragte Bauunternehmen Alfons Schmidt aus Steyerberg weiter daran, die Außenhülle beider Neubauten zu schließen. Sie müssen rechtzeitig winterfest gemacht werden, damit auch bei kälteren Außentemperaturen die Arbeiten im Inneren weitergehen können. Die Fertigstellung von Verbindungs- und Nordtrakt ist für Sommer 2019 geplant – und bis dahin müssen die Räume entsprechend ihrer vorgesehenen Nutzung ausgestattet werden.
Im Nordtrakt-Erdgeschoss wird wieder ein Jugendtreff öffnen. Im ersten Obergeschoss entstehen ein Internetcafé, ein Tonstudio, ein Hausaufgabenraum und ein weiterer Gruppenraum sowie im zweiten Obergeschoss ein Besprechungsraum und zwei Büroräume. Letztere sollen zu gegebener Zeit sowohl der neue freie Träger einer Aufsuchenden Kinder- und Jugendarbeit als auch die Offene-Tür-Arbeit im Haus der Jugend nutzen können.
Die geplanten Kosten für den Nordtrakt (inklusive Verbindungstrakt) liegen bei 1,9 Millionen Euro. Gut 800.000 Euro davon bezuschusst der Bund aus dem Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen im Bereich Sport, Jugend und Kultur“.
Den 1936/37 errichteten und zunächst als Rathaus genutzten Mitteltrakt sowie den südlichen Anbau aus dem Jahr 1953 hat die Stadt bereits aufwändig saniert. Es fehlte einzig an einer barrierefreien Erschließung des Nordtrakts – vom Erdgeschoss bis ins Dachgeschoss hinein. Jedoch befanden sich die Etagen der Gebäude auf unterschiedlicher Höhe. Ein Abriss des 1959 gebauten Nordtraktes war auch deshalb notwendig, weil er weder den heutigen energetischen noch den bautechnischen Standards entsprach.