Neubau Gymnasium – auf dem Weg zur „Schule 2022“

Waren beim Spatenstich voll gefordert: Schulleiter Matthias Brautlecht (von links), Stadträtin Monika Gotzes-Karrasch und Architekt Gernot Schulz. (Foto: O. Krebs)
 
Bürgermeister Mirko Heuer nahm gleich den überdimensionalen Spaten. (Foto: O. Krebs)

Spatenstich für 85-Millionen-Euro Projekt wegen Coronas in kleinerem Rahmen

Langenhagen (ok). Das Gelände macht von außen schon etwas her, aber es ist nach Auskunft der Stadträtin Monika Gotzes-Karrasch ja auch das größte Bauprojekt in der Geschichte der Stadt Langenhagen. Der Neubau des Gymnasiums Langenhagen südlich der Pferderennbahn wird etwa 85 Millionen Euro kosten, soll mit Beginn des Schuljahres 2022/2023 abgeschlossen sein. Ein durchaus ambitionierter Zeitplan, der da eingehalten werden muss. Überhaupt müssen in den nächsten Jahren etwa zwei Drittel der Langenhagener Schulen angefasst und saniert werden.
Mit dem symbolischen Spatenstich –wegen der Corona-Pandemie im kleinen Rahmen – haben die Arbeiten offiziell begonnen. Nach fünf Jahren Planungszeit seit Erstellung eines Brandchutzgutachtens (das ECHO berichtete) und 18 Sitzungsdrucksachen. Auf dem etwa 42.000 Quadratmeter großen Gelände östlich der Theodor-Heuss-Straße errichtet die Stadt eine sieben-zügige Schule für mehr als 1.700 Schülerinnen und Schüler sowie 120 Lehrkräfte.
Die Rohbauarbeiten für den Neubau mit einer Grundfläche von etwa 17.000 Quadratmetern sollen im Juli beginnen.Das Gebäude ist zum Teil dreigeschossig und entsteht in nachhaltiger Holz-Beton-Hybridbauweise. „Der Umzug an den neuen Standort ist zwar noch etwas hin und er wird auch mit viel Arbeit verbunden sein, dennoch ist die Vorfreude auf den neuen Schulbau bereits groß“, berichtete Brautlecht, Leiter des Gymnasiums Langenhagen. „Mich überzeugten an dem Entwurf unter anderem die einfache und funktionale Grundstruktur sowie einige der baulichen Besonderheiten wie die große Dachterrasse als Teil des Schulhofes und die räumliche Umsetzung der Jahrgangstürme.“
Nach den Plänen, mit denen das Kölner Büro „gernot schulz : architektur“ die Jury des Architektenwettbewerbs Neubau-Gymnasium im Juni 2018 überzeugte, besteht der Gebäudekomplex aus zwei in einem L-förmigen Baukörper angeordneten Bereichen (Schule und Sport). Der nördlich gelegene und etwa 21.000 Quadratmeter große Bereich ist der Schulflügel. Hier befinden sich der Verwaltungsbereich, die Unterrichts- und Fachräume sowie mit der Aula das „Herzstück“ der Schule. Das Erdgeschoss dient als Sockel für vier Klassenhäuser und einer großen Dachterrasse, die durch eine große Freitreppe mit dem ebenerdigen, etwa 15.100 Quadratmeter großen Außengelände verbunden ist.
Im etwa 7.000 Quadratmeter großen westlichen Teil befinden sich unter anderem die Mensa mit einer großen Fensterfront zum Außengelände und die Sporthallen. Der weitere Fahrplan für das Schulzentrum und die „Schule 2022“ sieht vor, dass die IGS nach dem Umzug der Schüler aus dem Gymnasium an die Neue Bult ins Containerdorf geht. Anschließend wird die Gesamtschule saniert.
„Gemeinsam mit der Politik ist es uns gelungen, den Missstand des mangelhaften Brandschutzes in Teilen des Schulzentrums Langenhagen zu nutzen, um wichtige Investitionen in unserer Schullandschaft anzustoßen. Der Neubau für das Gymnasium ist eine davon, eine weitere planen wir derzeit auch für die IGS Langenhagen“, sagte Stadtbaurat Carsten Hettwer. Und Schulleiter Matthias Brautlecht ist sich sicher: „Die Investition in die Zukunft der Kinder ist jedes Dezibel wert.“