Neue Behandlungsmöglichkeiten für Lugenpatienten

Dr. Suat Evcümen zeigt anhand einer Dummypuppe, wie eine Bronchoskopie durchgeführt wird.

Suat Evcümen leitet die neue Abteilung für Pneumologie in der Paracelsus-Klinik

Langenhagen (lo). Die Paracelsus-Klinik am Silbersee hat einen neuen Experten: Suat Evcümen. Seit dem ersten März hat der Facharzt für Innere Medizin und Pneumologe die Leitung der neuen Abteilung Pneumologie – der Lugenheilkunde – übernommen. Dabei spezialisiert sich der neue Bereich auf die Diagnostik und Therapie von Atemwegserkrankungen. „Es gibt eine große Zahl an Patienten mit Lungenerkrankungen“, sagt auch Dr. Michael Neubauer.
Und um diesen Patienten zu helfen, gibt es jetzt an der Paracelsus-Klinik ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten. Hierzu gehören unter anderem die Behandlung von chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen, dem Asthma bronchiale, Lungentumoren sowie die Versorgung von Patienten mit Luftnot im Allgemeinen. Um diese Behandlungen durchführen zu können, hat die Klinik neue und moderne Geräte angeschafft.
Eines davon ist der Bodyplethysmograph. Dabei handelt es sich um einen kleinen, magnetisch abgeriegelt Raum, in dem der Atemwegswiederstand gemessen wird. Dafür setzt sich der Patient auf einen Stuhl und muss durch ein Mundstück tief ein- und ausatmen. Die Ergebnisse können die Ärzte gleich auf dem Computer sehen. Wichtig für die Analyse ist dabei, dass er nicht durch die Nase atmen kann. „Es gibt hier auch einen Notfallknopf, da sich die Türen durch die Magnete nicht so öffnen lassen“, erklärt Evcümen.
Des Weiteren gibt es die Bronchoskopie. Mit Hilfe eines Endoskop mit Optik und Ultraschall können die behandelnden Ärzte auf einem Bildschirm gleich sehen, wie es in der Lunge aussieht. Dafür führen sie das Endoskop direkt durch den Kehlkopf ein. Mit dieses sogenannten endobronchialen Ultraschalls, lassen sich die Tumore in der Lunge untersuchen.
Durch eine Erkrankung der Lunge kommt es aber auch dazu, dass diese mehr beansprucht wird. „Die Atempumpe wird schwächer und der Patient ist dadurch oft schläfrig“, erklärt Evcümen. Um für die Erholung der Atempumpe zu sorgen, gibt es eine Maskenbeatmung. „Diese wird meistens nachts getragen, da sich die Atempumpe dann erholen kann“, erläutert der Pleumologe. In der Klinik werden die Geräte für die Maskenbeatmung genau auf den Patienten eingestellt, damit sie diese dann auch mit nach Hause nehmen können.
Insgesamt hat die Paracelsus-Klinik für die neue Abteilung rund 500.000 Euro investiert. „Die Qualität des Krankenhauses hat sich damit noch einmal deutlich verbessert“, sagt Neuberger. Auch Klinikmanager Carsten Riedel freut sich über den neuen Kurs: „Mit unseren Investitionen in Wachtstumsfelder der Medizin schaffen wir die Voraussetzungen für eine dynamische, positive Entwicklung unseres Hauses hier in der Region.“