Neue Wege in der Gewaltprävention

Sehen eine spezielle Problematik bei Migrantinnen (von links): Yaowanute Knüppel, Antoaneta Slavova, neue Leiterin des Frauennotrufs, Hava Borgmann, Angelika Voß und Nazan Karatas.Foto: O. Krebs

Frauennotruf spricht Gruppenleiterinnen in Kursus an

Langenhagen (ok). Gewaltprävention – ein Thema, das sich der Frauennotruf Langenhagen schon seit Jahren auf seine Fahnen geschrieben hat. In einem Kursus, der im April startet, soll ein neuer Weg eingeschlagen, vor allen Dingen Gruppenleiterinnen in den Vereinen angesprochen werden. Sie sollen dann als Multiplikatorinnen fungieren, einen Draht zu den Opfern finden, gerade unter Migrantinnen. Dabei sei aber eines klar: Gewalt unter Migranten habe nichts mit dem kulturellen Hintergrund zu tun, könne vielmehr aus Heimatverlust, Isolation, Existenzängsten und den daraus entstehenden Belastungen erwachsen, mangelnde Deutschkenntnisse kämen oft dazu. Denn: „Wer in ein neues Land geht, leidet oft unter dem Heimatverlust“, weiß Hava Borgmann, die dem Langenhagener Integrationsbeirat angehört und sich als Multiplikatorin fortbilden lassen will. Vier Plätze sind noch in dem Kursus frei, der über sieben Termine geht und am Mittwoch, 6. April, im Haus der Jugend beginnt. Strukturelle Gewalt ist ebenso ein Thema wie häusliche Gewalt, aber auch Partnerschaft und Kinder. Anmeldungen und weitere Informationen gibt es beim Frauennotruf in der Ostpassage 9 unter der Telefonnummer (0511) 7 24 05 05. Bei Nachfrage sind durchaus noch andere Kurstermine möglich.