Neue Wege in Sachen Bestattung

Verwaltung will neue Friedhofssatzung auf den Weg bringen

Kaltenweide (ok). Etwa 620 Sterbefälle gibt es pro Jahr in Langenhagen, nur 52 Prozent der Bestattungen finden auf städtischen Friedhöfen statt. An der Grenzheide ist auch ein Feld für Muslime eingerichtet. Die Stadtverwaltung sucht jetzt nach neuen Wegen und einem Marketing-Konzept, um "daa Produkt zu verkaufen.". So sollen beispielsweise "Bestattungen unter Bäumen" angeboten werden, ein „Garten der Erinnerung“ oder ein „Blütenhain“. Der Idee eines Friedwaldes in Kananohe, die Marc-Dennis Münkel (CDU) ins Spiel brachte, erteilten sowohl Verwaltungsmitarbeiterin Ursula Schneider als auch die SPD in der jüngsten Kaltenweider Ortsratssitzung eine klare Absage. Das sei Konkurrenz zu den städtischen Einrichtungen. Ein Prüfauftrag ging dennoch durch, weil sich Andreas Eilers und Michael Horn bei der Abstimmung enthielten. Einig ist sich der Ortsrat allerdings, dass auch am Sonnabend weiterhin Bestattungen möglich sein sollen und nimmt dafür auch Mehrkosten in Kauf. Frei nach dem Motto „Was war zuerst da – die Henne oder das Ei?“, gab es bei Ursula Schneider und Friedhofsgärtnerin Birgit Ehlers-Ascherfeld unterschiedliche Auffassungen über den zeitlichen Ablauf. Sollte erst die Friedhofssatzung mit den Rahmenbedingungen kommen oder zunächst einmal eine Friedhofsentwicklungsplanung für das richtige Marketing sorgen? Bis 20. März können noch Anregungen zur neuen Friedhofssatzung bei der Verwaltung eingehen; am 25. April findet dann die nächste Sitzung des Stadtplanungs- und Umweltausschusses statt.