Neues vom Friedhof Engelbostel

Brigitte Vogt vom Kirchenvorstand und Ingolf Swoboda engagieren sich auf dem Engelbosteler Friedhof für neue Bestattungsformen. 

45.000 Euro investiert – neue Grabformen möglich

Engelbostel. „Unser Friedhof liegt mir besonders am Herzen“, sagt Brigitte Vogt vom Kirchenvorstand in Engelbostel-Schulenburg. Vor einem guten Jahr hat sich die Rentnerin in das Leitungsgremium der Martinskirchengemeinde berufen lassen und in Jutta Köster und Rosemarie Dettmer-Grote Mitstreiterinnen gefunden. „Bei unserer Klausurtagung haben wir im letzten Jahr verabredet, dass wir gemeinsam unseren Friedhof weiter gestalten und neuere Bestattungsformen ermöglichen wollen“, pflichtet Dettmer-Grote bei.
„Unsere pflegeleichten Rasenreihengräber kommen zwar seit etwa zwanzig Jahren gut an, aber dort ist es nicht möglich, Blumen abzulegen oder einen individuelleren Grabstein aufzustellen“, erläutert Vogt, die sich auch über eine Alternative zum Friedwald Gedanken machen wollte.
„Wir haben dann eine Gartenbauarchitektin zu Rate gezogen und mit ihr ein neues Konzept entwickelt“, erzählt Köster weiter. Die langjährige Kirchenvorsteherin freut sich dabei auch über die gut gefüllt Friedhofsrücklage, denn 45.000 Euro hat die Kirchengemeinde in neue geschwungene Wege und in eigens angelegte Grabfelder für Sarg- und Urnenbestattungen investiert. Es sei auch noch etwas übrig, um im Dezember noch erste Pflanzen zu setzen. „Die komplette Bepflanzung wird 40.000 Euro kosten“, kündigen die Kirchenvorsteherinnen an, die dafür künftige Friedhofseinnahmen verwenden wollen.
Die neue Bestattungsform ist ab sofort möglich. „Wir haben endlich auch Möglichkeiten geschaffen, dass Paare unter dem Rasen nebeneinander beigesetzt werden können“, nimmt Vogt einen lang gehegten Wunsch der Gemeindeglieder auf. Friedhofsgräber Ingolf Swoboda wird entsprechende Gräber mit einer ortsüblichen Ruhezeit von dreißig Jahren auf dem neu angelegten Teil des Friedhofs ausheben. „Urnengräber einschließlich Namensplatten aus Bronze werden 1950 Euro kosten und Sarggräber einschließlich Grabstein mit 2950 Euro zu Buche schlagen“, erläutert Vogt und verweist für weitere Fragen ans Kirchenbüro.