Nicht bei null anfangen

CDU: kein Klimanotstand für Langenhagen

Langenhagen. Die Gruppe der CDU-Fraktion/M.A.Hinz hat sich nach eigenen Ausgaben sehr ausgiebig nach der Sommerpause mit dem Thema Klimanotstand befasst. Das Ergebnis: „Die Gruppe ist zu der Überzeugung gelangt, dass es nicht zielführend ist, den Klimanotstand auszurufen“, so der Gruppenvorsitzende Reinhard Grabowsky (CDU). „Auch ist es nicht erforderlich, eine entsprechende Resolution zu verabschieden, die nur heiße Luft verbreitet“, so Grabowsky weiter. Die Gruppe will allerdings mit Priorität daran arbeiten, den Klimanotstand von Langenhagen auch weiterhin abzuwenden. Mit einem Leitantrag und vier Begleitanträgen unter der Überschrift „Klimaschutz stärken“, will die Gruppe den Klimaschutz in Langenhagen voranbringen. Unter anderem ist es den Gruppenmitgliedern wichtig, dass der Rat sich in seiner Gesamtheit dazu verpflichtet die Klimaauswirkungen bei allen zukünftigen Entscheidungen zu berücksichtigen. „Es kann nicht sein, dass wir im Rat monatelang darüber streiten, ob wir ein neu anzuschaffendes Fahrzeug als Verbrenner oder als E-Mobil anschaffen. Inzwischen müsste das für alle Ratsmitglieder längst selbstverständlich sein, hier auf die klimafreundliche Variante zu setzen“, meint der Gruppenvorsitzende Grabowsky.
Die CDU fängt in Sachen Klimaschutz nicht bei null an,“ ergänzt der stellvertretende Gruppenvorsitzende Bernhard Döhner. So hat der Rat in den vergangenen Jahren unter anderem die stadtweite Extensivierung von Ackerflächen vorangetrieben, ein Naturreservat im Wietzetal geschaffen, und das Klärwerk in eines der umweltfreundlichsten Deutschlands umgewandelt. „Wir haben für Langenhagen schon einiges erreicht, dass uns in Sachen Klimaschutz zu einer Leuchtturmstadt in der Region Hannover macht. Damit müssen wir jetzt weitermachen, “ meint Döhner.
Deshalb hat die Gruppe der CDU-Fraktion / M.A. Hinz beschlossen, per Ratsbeschluss feststellen zu lassen, dass kein Klimanotstand besteht. Es isei nicht erforderlich in eine Hysterie zu verfallen. Wohl ist es aber notwendig, den Klimaschutz mit hoher Priorität weiter voran zu bringen, sagt der Gruppenvorsitzende Grabowsky. Die Gruppe hat deshalb Anträge auf den Weg gebracht, die ohne parteipolitische Ideologie auskommen. So soll nach Meinung der Gruppe eine Richtlinie erarbeitet werden, um die Dachbegrünung zu fördern. Mit dieser Richtlinie soll nach Auffassung der Gruppe die Hausbesitzer animiert werden, mehr für den Umweltschutz zu tun.