Nicht die Bronx

Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte; die verbale Prügel, die eigentlich die Politik verdient hat, musste der arme Jens Monsen einstecken. Nun könnte man argumentieren, der Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft werde dafür ja auch bezahlt, aber das wäre dann doch zu einfach. Vielmehr muss jetzt noch versucht werden zu vermitteln, Gespräche mit der KSG müssen gesucht werden. Bevor die Bagger angerollt sind, ist es noch nicht zu spät. Im Vorfeld hätte viel offener mit der Situation umgegangen werden müssen, dann wären solche Begriffe wie Sahlkamp-Style oder Ghettoisierung gar nicht geprägt worden. Begriffe, die auch sehr weit hergeholt sind, das Weiherfeld in Kaltenweide ist schließlich nicht die Bronx in New York. Aber Gespräche im Vorfeld hätten sicher zur Deeskalation beigetragen und vielen Beteiligten den Wind aus den Segeln genommen. Die Bewohnerinnen und Bewohner erwarten für ihr sauer verdientes und gespartes Geld ein für sie optimales Wohnumfeld, aber natürlich darf mit solch einer neuen Wohnanlage und den dazugehörigen Mieterinnen und Mietern nicht gleich von einer Bedrohung von Leib und Leben für die eigenen Kinder und einen selbst ausgegangen werden.