"Nicht mehr zu bezahlen"

Verdi befürchtet Einschnitte bei Abfallentsorgung

Langenhagen (ok). Die Unternehmensleitung des Abfallentsorgers aha erklärt sich solidarisch mit den Vertrauensleuten der Gewerkschaft verdi. Die befürchten durch die Neugestaltung des so genannten Kreislaufwirtschaftsgesetzes Einschnitte bei der kommunalen Selbstverwaltung und Abfallentsorgung. Das sage im Wesentlichen aus, dass "der Müll frei auf den Markt kommt". Für aha-Sprecherin Franziska Saniter bedeutet das einen "erheblichen Einschnitt in die hoheitliche Abfallentsorgung" und "eine nicht notwendige Liberalisierung vom Europarecht her". Das trage nicht zur Gebührenstabilisierung bei, "jeder kann abfischen, was ihm von den Weltmarktpreisen her schmeckt". Und weiter: "Die Restmüllbeseitigung ist für uns nicht mehr zu bezahlen, wenn wir nur noch den Abfall nehmen können, der etwas kostet." Aha habe sich zum Ziel gesetzt, so viel Wertstoffe wie möglich zu verwerten, um die Gebühren stabilisieren zu können. Das neue Gesetz ziele aber auf Privatisierung ab; wenn eine Gebührenstabilisierung nicht mehr gegeben sei, seien Arbeitsplätze gefährdet. Und langfristig gesehen gehe der Region dadurch Kaufkraft verloren. Verdi wird über diese Problematik am kommenden Sonnabend, 28. Mai, zwischen 9 und 11 Uhr auf dem Langenhagener Wochenmarkt informieren.