Nicht nur fürs Stadtarchiv

Intensive Diskussion über Siechenhaus und Brinker Schule

Langenhagen (ok). Ein teurer Umbau des so genannten Siechenhauses – vornehmer genannt Remise – nur für das Stadtarchiv: Das kommt für die Fraktionen von SPD, FDP und Grünen gar nicht in die Tüte. Die CDU hatte das etwa 700.000 Euro teure Vorhaben von Vornherein abgelehnt. Nach Auskunft von Stadtbaurat Carsten Hettwer könnten noch zusätzlich Arbeitsplätze aus dem Rathaus in die Remise verlegt werden; der Umbau könne aber auch ohne endgültigen Beschluss beginnen. Im Bildungsausschuss kommt das ganze Thema noch einmal auf den Tisch; der Umzug des Standesamtes steht allerdings nicht mehr auf dem Zettel. Gar nicht glücklich ist Hettwer über die Entscheidung des Stadtplanungsausschusses, die Vorlage in Sachen Sanierung der Brinker Schule noch einmal in die Fraktionen zurückzunehmen. Das Thema war aus seiner Sicht eigentlich schon durch, die elf Millionen Euro – unter anderem für die Sanierung von vier Klassenräumen – eine erforderliche Investition. Ein Abriss der Schule auf Vorschlag des Liberalen Bernd Speich nach vielen Sanierungen kein Thema, auf einer neuen Prioritätenliste werde die Brinker Schule wieder ganz oben landen.
Was die Planung eines Wertstoffhofes am Kiebitzkrug angeht, so hat sich der kommunale Entsorger Aha positioniert: Bevorzugter Standort ist offensichtlich das Gelände von Kaska; gleichwohl soll die Verwaltung noch Bauleitplanung für die Punkte FBT und Biogasanlage auf den Weg bringen. Einstimmig verabschiedet wurden die Sitzungsdrucksachen fürs Baufeld 6.4 im Weiherfeld, die Sanierung in Wiesenau, der Bebauungsplan an der Schönefelder Straße, wo das Bauunternehmen Gundlach plant, und der Aufstellungsbeschluss für "Freizeitanlagen am Silbersee". Im Klartext: Grünes Licht für Abenteuerspielplatz und Pfadfinderheim.