Nordtrakt kostet etwa zwei Millionen Euro

Übernahm den Richtspruch: Zimmerer Heinrich Könecke. (Foto: O. Krebs)
 
In den unteren Etage wurde dann noch das Richtfest gefeiert. (Foto: O. Krebs)

Stadt feierte Meilenstein für den Neubau am Langenforther Platz

Lagnenhagen. Die Außenmauer und die Dachkonstruktion für den neuen Nordtrakt stehen. Es war Zeit, Richtfest zu feiern. Zu dieser wichtigen Bau-Etappe hatte die Stadt Langenhagen jetzt knapp 50 Gäste ins Haus der Jugend am Langenforther Platz eingeladen. Nach dem traditionellen Zimmermannspruch konnten die geladenen Gäste aus Politik, Institutionen und Verbänden sowie Freunde und Förderer der Langenhagener Jugendarbeit den Neubau auf eigene Faust erkunden.
„Mir gefällt, was ich sehe“, sagte Langenhagens erste Stadträtin Monika Gotzes-Karrasch. „Es ist jetzt schon gut zu erkennen, dass der Jugendtreff im Erdgeschoss einen tollen Raum mit Zugang zur Terrasse im Innenhof erhalten wird. Die Bereiche für das Internet-Café und das Tonstudio im Obergeschoss sowie der große Raum inklusive Terrasse im Dachgeschoss sehen ebenfalls sehr vielversprechend aus.“ Auch, was den zukünftigen Betreiber angeht, ist sie optimistisch. Bewerber gebe es genug.
Im Sommer 2019 ist das funktionale und helle Gebäude an der Godshorner Straße bezugsfertig. Es nimmt seit dem Spatenstich im Mai 2018 kontinuierlich Gestalt an. Wie der zuständige Diplom-Ingenieur Hanno Hahn erläutert, wurde für den Nordtrakt eine Grundfläche von etwa 225 Quadratmeter ummauert. „Mit dem Neubau vergrößern wir die Fläche vom Haus der Jugend um weitere 550 Quadratmeter auf insgesamt über 1850 Quadratmeter“, berichtet der Mitarbeiter im städtischen Hochbau.
Ein Highlight des neuen Nordtrakts wird der etwa 100 Quadratmeter große und vier Meter hohe Jugendtreff-Raum im Erdgeschoss. Er erhält diese Höhe, damit die beiden darüber liegenden Geschosse mit denen vom Mitteltrakt abschließen können. „Der Übergang zwischen den beiden Gebäudeteilen ist damit barrierefrei“, sagte Bürgermeister Mirko Heuer. „Die Wegebeziehungen zu verbessern und das Gebäude den heutigen energetischen und bautechnischen Standards anzupassen: Das waren wesentliche Aspekte, auf die die Sanierung dieses historischen Hauses abzielten.“
Den 1936/37 errichteten und zunächst als Rathaus genutzten Mitteltrakt sowie den südlichen Anbau aus dem Jahr 1953 hat die Stadt bereits aufwändig saniert. Dieses war bei dem 1959 gebauten Nordtrakt nicht mehr möglich.
Politik und Verwaltung entschieden sich daher für einen Neubau, bei dessen Planung die Wünsche der Nutzer und Nutzerinnen ebenso beachtet wurden wie die Bedingungen am Langenforther Platz. Der neue Nordtrakt wird etwas von der Kante der Godshorner Straße abgerückt. Der Bürgersteig kann dann wieder in seiner vollen Breite genutzt werden. Der Neubau wird schmaler und auch länger als das alte Gebäude, wodurch er den Hinterhof besser von den Geräuschen der stark befahrenen Godshorner Straße abschirmen wird.
Etwa zwei Millionen wird der Ersatzneubau des im vergangenen Dezember abgerissenen Trakts kosten. Gut 800.000 Euro davon bezuschusst der Bund aus dem Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen im Bereich Sport, Jugend und Kultur“. Auch dank dieser Förderung konnten verschiedene Besonderheiten des Entwurfes umgesetzt werden.
Zu ihnen zählen die Verwendung von hochdämmenden Hochlochziegeln und dunkelgrauen Dachziegel anstatt von roten, gewölbten Ziegel. Der Heizbedarf des gesamten Gebäude-Ensembles wird durch modernste Wärmepumpen-Technik gedeckt. Die Gesamtkosten liegen bei 4,2 Millionen Euro.