"Nur 17 Prozent sind betroffen"

Das Thema Fluglärm ist ein Dauerbrenner in Langenhagen.

Bürgerforum PRO Airport fordert "Versachlichung der Fluglärm-Diskussion"

Langenhagen (ok). Nicht wegdiskutieren lässt sich nach Auffassung von Ulfert Hinz und dem PRO-Airport-Chef Bernd Speich nicht, dass lediglich 17 Prozent der Langenhagener Bevölkerung unmittelbar vom Fluglärm betroffen seien. Rund 9.000 Bürgerinnen und Bürger lebten insgesamt in den drei Schutzzonen rund um den Airport. Das zeige die Karte, die die neuen Lärmbereiche festlege. 3.000 Frauen, Männer und Kinder seien dabei Belastungen von mehr als 60 Dezibel ausgesetzt; 4.000 müssen mehr als 55 Dezibel in Kauf nehmen. Das Bürgerforum PRO Airport bittet vor diesem Hintergrund um eine Versachlichung der Diskussion in Sachen Fluglärm, "Verkehrsflugzeuge sind eben keine Segelflieger". Zwischen den Interessen und Ausgleichsansprüchen der betroffenen Bürgerinnen und Bürger, den vielen Arbeitsplätzen am Flughafen und den damit verbundenen Einnahmen für die Stadt Langenhagen müsse genau abgewogen werden. Der Profit der Unternehmen sei dabei nebensächlich. PRO Airport mit seinen rund 230 Mitgliedern fordert, vom Bürgermeister und der rot-grünen Mehrheit ernst genommen zu werden, will am geplanten Symposium in Sachen Fluglärm teilnehmen.