"Nur du und dein Text"

Schlichte Performance mit großer Wirkung lieferte Ivo Grab beim Poetry Slam in der IGS (Foto: L. Schweckendiek)

Poetry Slam Wettbewerb begeistert IGS Schüler

Langenhagen (ls). Wahnsinn, Individualität, Gesellschaft, Kapitalismus - der Kreativität wurden in der IGS beim Poetry-Slam-Wettbewerb keine Grenzen gesetzt. Die Regel: Bei der Bühnenperformance wurden keine Hilfsmittel gestattet und das Zeitlimit betrug fünf bis sieben Minuten. Das Motto: „Nur du und dein Text“. Die Bedingung war einfach und clever. Die Schülerinnen und Schüler sollten sich mit poetischer Artikulation Gehör verschaffen. Die Wahl der Form wurde dabei ihnen überlassen. So versuchten sich so manche am Dichten, Reden schreiben und Geschichten verfassen. Mit Erfolg. Das Publikum ließ sich schon nach dem ersten Vortrag mitreißen und erleichterte den Interpreten ihr Auftreten erheblich. Eine Stunde lang präsentierten sich die Dichter und Poeten von ihrer besten Seite, lockerten das Ganze mit Comedy und Witz auf und vermittelten so die Themen, die ihnen wichtig waren. Von Fastfood bis zu Castingshows waren alle Inhalte in Gesang und Gespräch vereint. Vor der Veranstaltung wurden mit zwei Dozenten die Grundsätze des Poetry Slam erarbeitet. Wichtig ist zum Beispiel, dass der Moderator in einem ständigen Austausch mit dem Publikum steht und es am Vortrag teilhaben lässt. Diese und andere Tipps wurden in dem dreitägigen Workshop an die 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Vorbereitung auf ihre Performance weitergegeben. Das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen, so vertrat zum Beispiel Kolja Drescher seine Meinung, dass das Kaufen bei beliebten Modeketten ein Zeichen von Schwäche sei und niemand für seine Individualität ausgelacht werden sollte, Niklas Meith beschrieb seine eigenen Gedankengänge und John Mattis sprach auf Fettleibigkeit der Jugendlichen an. Das große Finale des im Rahmen der 40-jährigen IGS-Jubiläums stattfindenden sogenannten „Battles“ brachten schließlich Ivo Grab (Foto) und Julian Humpert mit einer Rap und Beatboxeinlage. Ivo, der zuvor schon mit dem Spruch „Ein Rap ohne Beat ist wie Twilight ohne Edward“ landete, legte eine durchaus bühnenreife Performance hin, unterstützt von seinem Mitschüler, der den grundlegenden Takt lieferte, ohne den es ja nicht funktionierte. Nach dem Wettbewerb gab es schließlich noch Zeit, sich mit den Interpreten auszutauschen, sie zu loben und sich selbst Anregungen zu holen, um vielleicht beim nächsten Poetry Slam dabei zu sein.