Örtliche Einbeziehung erwünscht

Im Gespräch mit dem THW-Ortsverband: (von links) Stefan Schostok, Gudrun Mennecke, Anja Sander, Tilmann kastner, Marc Köhler, Kim Rainer Sparke, Marco Brunotte, Pierre Graser und Ewald Nagel. (Foto: G. Gosewisch)

Brunotte und Schostok im Gespräch mit dem THW

Langenhagen (gg). Zivilschutz, Gefahrenabwehr, technische Hilfe – diese Begriffe machen die Aufgaben des Technischen Hilfswerks (THW) aus, das ist allgemein bekannt. Relativ unbekannt ist, wie bürgernah der THW-Ortsverband Hannover/Langenhagen nicht nur seinen Sitz in der Wiesenauer Straße hat, sondern auch ergänzend zu den Aufgaben der Feuerwehr, des DRK oder der Johanniter tätig werden kann. „Als Bundesbehörde sind wir natürlich in einer anderen Struktur aufgestellt, da gibt es viele Vorurteile, insbesondere in Bezug auf die Einsatzkosten“, sagt Ewald Nagel, Beauftragter für den Ortsverband Hannover/Langenhagen, im Gespräch mit dem SPD-Landtagsabgeordneten aus Langenhagen Marco Brunotte. Zusammen mit Stefan Schostok, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag und Oberbürgermeisterkandidat für Hannover, hat Brunotte vor Ort nach der Einbindung des THW in die örtliche Situation gefragt. Einen taktisch hohen Einsatzwert könne das THW bieten, der werde aber viel zu wenig nachgefragt, erklärt Nagel, und nennt als Beispiel die Fachgruppe „Räumen“. Neben der klassische Aufgabe Bombenräumung, in Langenhagen immer wieder relevant, kann diese Fachgruppe vielfach tätig werden, etwa bei Großbränden beim Auseinanderziehen von Glutnestern mit schwerem Gerät. „Da könnten wir die vielfach überlasteten Feuerwehren unterstützen, werden aber zu wenig angefordert.“ Genau und detailliert zeigte Nagel zusammen mit den Zugführern Tilmann Kastner und Kim Rainer Sparke das Leistungsspektrum des THW auf. Überzeugt waren vor Ort der SPD-Ratsfraktionsvorsitzende Marc Köhler zusammen mit Ratsfrau Anja Sander und Ortsbürgermeisterin in Engelbostel Gudrun Mennecke, die auch Vorsitzende im Verkehrs- und Feuerschutz-Ausschuss ist. Klar wurde, dass insbesondere bei Feuerwehr-Einsätzen, die sehr lange dauern, der THW, der selber eine Ausrückzeit von einer Stunde hat, Entlastung für die schnellen Einsatzkräfte bieten kann. Gespräche mit dem Stadtbrandmeister in Langenhagen Arne Boy sind bereits aufgenommen worden, um das weiter voran zu treiben.
Zum Abschluss des Gespräches lobte Schostok die bewährte Arbeit des THW. Brunotte ergänzt: „Das THW leistet ein unverzichtbares ehrenamtliches Engagement und eine tolle Arbeit für Kinder und Jugendliche."