Ohne sie unwirtlich und trostlos

In Langenhagen gibt es mehr als 23.000 Einzelbäume.

Internationaler Tag des Baumes: Verwaltung informiert über vielfältige Aufgaben

Langenhagen. Langenhagens Stadtbild ist durch einen vielfältigen Baumbestand geprägt: Es gibt zahlreiche Straßenbäume, riesige Baumveteranen in Parkanlagen, Obstbäume an Wirtschaftswegen, Waldbestände, Bäume auf Kinderspielplätzen, in Kindergärten und an Schulen – und nicht zu vergessen viele Bäume in privaten Hausgärten. Sie alle erfüllen wichtige klimatische, gestalterische und auch soziale Funktionen für das Wohlergehen von Tier und Mensch.
Den städtischen Baumbestand pflegen, schützen und erhalten Mitarbeiter der Abteilung Stadtgrün. Als Grundlage dient ihnen dafür das seit 1999 existierende Baumkataster. Dort werden alle Daten (wie Baumart, Alter, Höhe, Stammdurchmesser, Schäden, Maßnahmen) von den mittlerweile mehr als 23.000 aufgenommenen Einzelbäumen und einiger waldähnlicher Baumbestände erfasst. Über das Kataster erfolgen die Dokumentation der Baumkontrollen und die Auftragsvergabe von notwendigen Baumpflegemaßnahmen.
Um der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen und vorhersehbare Schäden zu vermeiden, kontrollieren die Mitarbeiter die Bäume regelmäßig. Je nach Alter, Zustand und Standort der Bäume geschieht dieses zwischen sechs und 24 Monaten. Die Regelkontrollen übernimmt der Forstwirt und zertifizierte Baumkontrolleur Tobias Jänisch. Er ist seit 2014 bei der Stadt Langenhagen tätig. Bäume an denen Maßnahmen erforderlich sind, markiert er als zusätzliche Ortungshilfe für die Baumpfleger mit einem Punkt am Stamm.
Bei besonders alten oder geschädigten aber unbedingt erhaltenswerten Bäumen, bei denen die Regelkontrollen zur Beurteilung der Stand- und Bruchsicherheit nicht mehr ausreichen, zieht die Fachabteilung zusätzlich externe Baumsachverständige hinzu. Sie untersuchen den jeweiligen Baum eingehend mit Hilfe technischer Verfahren (Bohrwiderstandsmessung, Schalluntersuchungsverfahren, Zugverfahren). Ziel ist es, alte und wertvolle Baumriesen so lange wie möglich verkehrssicher zu erhalten. Sind baumpflegerische Maßnahmen erforderlich, nehmen diese zum großen Teil die städtischen Baumpfleger, Claus von der Decken und Vitali Minich mit Hilfe einer Hubarbeitsbühne in Angriff. Gerade in akuten Fällen garantiert die stadteigene Baumpflegekolonne einen schnellen und sicheren Einsatz. Darüber hinaus werden aufgrund der hohen Anzahl an Bäumen auch externe Baumpflegefirmen beauftragt. 83 Baumpflanzungen (Laubbäume  )in der Pflanzperiode 2018/2019: Brinkholt: eine Buche und fünf Felsenbirnen, Bauernpfad: zwei Amberbäume,
Bothfelder Straße: 17 Winterlinden, Reuterdamm: 14 Spitzahorn, Altenhors: zehn Sommerlinden und 24 Spitzahorn, Lindenstraße: drei Winterlinden, Meisenweg: ein Baumhasel, Am Schapdamm: eine Mehlbeere, Garmsstraße: drei Felsenbirnen, Eibenstraße: zwei Baumhasel, Ostpassage: sechs Gleditschien.