Persönliche Freundschaften können entstehen

Die deutsch-amerikanische Austauschgruppe mit ihren Lehrern und der kommissarischen Schulleiterin Gabriele Janke (links). (Foto: E. Skowronek)

Amerikanische Gäste am Gymnasium

Langenhagen. Bei strahlendem Sommerwetter konnte die kommissarische Schulleiterin des Gymnasium Langenhagen Gabriele Janke acht amerikanische Gastschüler und ihre Lehrer am Gymnasium willkommen heißen. In ihrer Begrüßungsrede betonte sie die Bedeutung dieses Austausches, der schon seit den 70er Jahren stattfindet und so auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Das Kennenlernen der verschiedenen Kulturen, das gemeinsame Gespräch, der rege Gedankenaustausch zwischen den Jugendlichen in einer Begegnung, nicht nur im Diskurs in elektronischen Medien, ist für sie ein wesentlicher Bestandteil dieses Austausches.
Nachdem im vergangenen Herbst 14 Langenhagener Gymnasiasten die Partnerschule in Puyallup/Washington besucht hatten, sind jetzt acht junge Amerikaner für drei Wochen zu Gast in Langenhagen. Die Schüler, die in den USA die Klassen zehn bis zwölf besuchen, zwei haben in diesem Jahr bereits ihren High -School-Abschluss erlangt, haben, wie ihr Lehrer Tim Cirhan erklärte, alle mindestens zwei Jahre Deutsch in der Schule gelernt. Einige Schüler betreut er als einziger Deutschlehrer in dem Schulbezirk schon seit vier Jahren im Unterricht. Gute Deutschkenntnisse seien Grundlage für die Teilnahmen an dem Austausch, erklärt er, eine Teilnehmerin habe sogar die AP-Prüfung (advanced placement) in Deutsch abgelegt, die ihr als Sprachqualifikation für das Universitätsstudium angerechnet wird. Im Mittelpunkt des Austausches zwischen dem Gymnasium Langenhagen und der Emerald Ridge High School steht der gemeinsame Unterrichtsbesuch. Aber auch Exkursionen nach Hameln zum „Pied Piper“ und nach Hamburg stehen auf dem Programm. Eine Gruppe wird auch im Rahmen des Deutschunterrichts mit ihren Gastgeschwistern auf den Spuren Goethes in Weimar wandeln. Für Tim Cirhan und seine Kollegin Jennifer Whitham, ebenso wie für die deutschen Betreuer des Austausches Ulrich Lindnau und Jens Feuerherm sind dieses Erfahren der unterschiedlichen Kulturen und auch die Auseinandersetzung mit der eigenen Kultur ein ganz wesentlicher Aspekt dieses Austausches. Die persönlichen Kontakte sind sehr wichtig und daher freut sich Tim Cirhan auch, dass das Interesse an Deutschkursen wieder ansteigt, nachdem in den letzen Jahren die Sprachorientierung der Schüler sich auf Spanisch und „American Sign Language“ (Gebärdensprache) konzentriert hatte. Die am Austausch beteiligten Jugendlichen jedenfalls freuen sich gemeinsam drei Wochen hier in Langenhagen zu verbringen und wollen ihre Freundschaften auch nach dem Besuch in Langenhagen weiterpflegen.
Am 20. Juli heißt es dann Abschied von Langenhagen zu nehmen. Dann schließt sich noch eine einwöchige Rundreise an, bei der Berlin, Dresden, München und Salzburg besucht werden sollen, bevor es dann ab Frankfurt wieder mit dem Flugzeug zurück in die Staaten geht.