Plakative Straßenkunst: „Aus Grau wird Bunt"

Die Teilnehmer des Street-Art Projekts mit dem Scheck von DM und deren beiden Filialleiterinnen Marina Vies (Zweite von links) und Jasmyn Peprah (rechts). Foto: D. Lange 

Drogerie-Kette DM spendet 2000 Euro für das Street-Art Projekt der Kulturstiftung

Krähenwinkel (dl) Mit Street-Art VII geht in diesen Tagen eine weitere Ausgabe der Projektreihe „Aus Grau wird bunt“ an den Start. Angesiedelt in der Langenhagener Kulturstiftung haben es sich die beiden Initiatorinnen der Reihe, Gabriele Spier und Ulrike Jagau, in Kooperation mit dem Telekommunikationsdienstleister Telekom zur Aufgabe gemacht, die im ganzen Stadtgebiet verteilten Schaltkästen der Telekom, Multifunktionsgehäuse (MFG) genannt, mit Phantasie und Farbe von ihrem tristen und einheitsgrauen Dasein zu befreien. Womit das Projekt die von der Telekom ins Leben gerufene, bundesweite Kunstaktion für lokale jugendliche Künstlergruppen auch in Langenhagen fortsetzt. Nun nehmen Spier und Jagau die Farbdosen keineswegs selbst in die Hand und haben auch keine professionellen Künstler am Start, sondern das Projekt lebt von der kreativen Spontanität jugendlicher Künstlerinnen und Künstler aus Langenhagen im Alter von elf bis sechzehn Jahren, von denen acht einen Migrationshintergrund haben. In einem mehrtägigen Workshop unter der fachlichen Leitung des Graffitikünstlers Jonas Wömpner, der es versteht, die künstlerischen Vorstellungen der Jugendlichen mit ihnen zusammen umzusetzen, werden die jungen Künstler insgesamt 16 Schaltkästen in den nördlichen Ortsteilen ein neues Outfit verpassen. Und das mit einer immer wieder positiven Resonanz, wie Gabriele Spier.erfreut feststellt: „Vor kurzem hat mir jemand aus lauter Begeisterung darüber spontan 20 Euro in die Hand gedrückt.“ Dabei blieb es nicht. Im Juni saßen Gabriele Spier und Ulrike Jagau zugunsten der Kulturstiftung und für das Street-Art Projekt in den beiden Langenhagener Filialen der Drogerie-Kette DM an der Kasse und haben allerlei Drogeriewaren für einen guten Zweck über den Scanner gezogen. Mit Hilfe der beiden Filialleiterinnen haben sie dabei an einem Samstag für etwa jeweils eine halbe Stunde insgesamt 2000 Euro eingenommen. Nicht umsonst also durften sich jetzt alle Beteiligten des aktuellen Street-Art-Projekts über einen Scheck der Drogeriekeztte in Höhe von 2000 Euro freuen. Die Leiterinnen der beiden DM-Filialen, Marina Vies am Osttor und Jasmyn Peprah an den Elisabetharkaden, waren eigens zum Vorbereitungstreffen der Gruppe in das Gemeindehaus der Matthias-Claudius-Gemeinde gekommen, um gemeinsam den Scheck zu überreichen, den sie als Unterstützung für integrative Jugendprojekte verstanden wissen möchten. Das Street-Art-Projekt wird überwiegend durch Spenden sowie über Fördergelder finanziert. So sind die Stadt Langenhagen und die Region Hannover mit im Boot, aber auch zahlreiche Firmen und Geschäftsleute in Langenhagen, die hier aus Platzgründen nicht alle genannt werden können.. „Ich bin wirklich begeistert über die positive Resonanz und die breite Unterstützung, die wir für unser Street-Art-Projekt von vielen Seiten erfahren“, sagte Gabriele Spier. Pro Workshop rechnen Spier und Jagau mit Kosten von rund 3000 Euro, die, so Spier, dank der Spenden und Zuwendungen auch abgedeckt sind. Die größten Posten dabei stellen zum einen die Honorarkosten dar für den künstlerischen Leiter des Projekts, zum anderen schlagen die benötigten zwei Sätze Farben à 30 Farbdosen mit insgesamt ca 500 Euro zu Buche.