Politisches Kopfnicken zum Feuerwehrbedarfsplan

Treffen im Feuerwehrgerätehaus Godshorn: (von links) Marc Köhler, Marco Brunotte und Arne Boy. (Foto: G. Gosewisch)

Stadtbrandmeister Arne Boy überzeugt SPD-Ortsverein

Godshorn (gg). Informationen zum frisch ausgearbeiteten Feuerwehrbedarfsplan lieferte Stadtbrandmeister Arne Boy auf Einladung des SPD-Ortsvereins Langenhagen in dessen Vorstandssitzung, die dazu passend im Feuerwehrgerätehaus Godshorn stattfand. Ein solcher Plan wird in den nächsten Wochen zum Ratsbeschluss vorgelegt werden. Der letzte vom Rat genehmigte Feuerwehrbedarfsplan liegt aus dem Jahr 2007 vor und bildete die Basis. „Die Empfehlungen darin sind nicht schlecht“, so der Stadtbrandmeister. Risikofeststellungen in den Bereichen Feuer, Gefahrgut, Verkehr und Gewässer hat Boy aktuell ausgearbeitet, analysiert und den Bedarf an Personal, Material, Gerät und Standorte ermittelt. Sein Fazit: Die sechs Ortswehren mit seinen ehrenamtlich arbeitenden Einsatzkräften sind ein Schatz für die Langenhagen. „Man muss sich nur mal vorstellen, welche Kosten die Stadt zu tragen hätte, wenn, üblich für 50.000 Einwohner, eine Berufsfeuerwehr unterhalten werden müsste. Da spart Langenhagen Geld, offensichtlich so viel, dass sogar ein neues Schwimmbad geplant wird“, sagt er. Gut aufgestellt, personell und strategisch, sei man über die Ortswehren, Ausrückzeiten und Hilfsfristen können optimal gehalten werden, erklärt Boy und betont zudem die gute Zusammenarbeit mit der Flughafen-Feuerwehr. Kritisch ist nach seinen Ausführungen inzwischen die Situation in Bezug auf Material, Gerät und Standorte. Immer größer werden moderne Einsatzfahrzeuge in ihren Dimensionen, deren technische Ausstattung wachse rasant. „Diese Fahrzeuge stehen in viel zu kleinen Gerätehäusern“, sagt der Stadtbrandmeister insbesondere in Bezug auf Engelbostel/Schulenburg. Für diesen Standort empfiehlt er, die umgehende Umsetzung des bereits beschlossenen Neubaus, der grob mit drei Millionen Euro kalkuliert ist. „Was darf Sicherheit in Langenhagen kosten,“, so die politische Fragestellung. Ohne Neuanschaffungen liegt die bisher bei 18 Euro je Bürger im Jahr und in der Summe bei etwa einer Million Euro im Haushalt. Rund 560 Einsätze pro Jahr werden in Langenhagen über ehrenamtliche Einsatzkräfte geleistet. „Die Erläuterungen zum Feuerwehrbedarfsplan machen klar, wie komplex das Thema ist“, so der Dank von Ortsvereinsvorstand und Mitglied des Landtages Marco Brunotte an den Arne Boy und weiter, „wir verlassen uns auf die Einschätzung des Ortsbrandmeisters und wissen um das Engagement der Einsatzkräfte und die Sorgfalt in Bezug auf den Materialeinsatz.“ Dass die Anschaffungskosten für Einsatzfahrzeuge schnell in die Größenordnung Hunderttausend und mehr gehen kann, bestätigt auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Marc Köhler: "Notwendige Anschaffungen wollen wir im Rat bewilligen."