"Prinzipien sind wichtig"

Staatsminister Hendrik Hoppenstedt suchte den Dialog mit den Gymnasiasten. (Foto: D. Lange)

Staatsminister Hendrik Hoppenstedt diskutiert mit Politik-Leistungskursen

Langenhagen (dl). Politik trifft Schule. Auf Einladung des Gymnasiums Langenhagen diskutierte der Bundestagsabgeordnete und Staatsminister im Kanzleramt, Hendrik Hoppenstedt mit Schülerinnen und Schülern der Politik-Leistungskurse des zwölften Jahrgangs. Die Diskussionsveranstaltung mit dem Titel „Demokratie und Politik“ beinhaltete aktuelle Unterrichtsthemen wie das Parteiensystem, die Aufgaben von Abgeordneten sowie den Bereich Wahlen und Wahlergebnisse. Dabei ging es neben Fragen zur Person auch um einen grundsätzlichen Zugang zur Politik und in diesem Zusammenhang um Beteiligungsmöglichkeiten an politischen Prozessen. Hoppenstedt, der zehn Jahre lang Bürgermeister in Großburgwedel war, zeigte dazu anhand seines eigenen Werdegangs Wege auf, dieses Ziel zu erreichen. Wichtig sei es, so Hoppenstedt, sich dazu ein möglichst breit gefächertes Grundgerüst an politischem Wissen anzueignen. Es in seiner politischen Arbeit allen recht machen zu wollen, sei nicht möglich. Viel wichtiger seien Prinzipien und ein roter Faden, an den man sich hält. Den Jugendlichen gab Hoppenstedt einen objektiven Einblick in seine alltägliche Arbeit im Kanzleramt und das Zustandekommen politischer Entscheidungen. Sein Tag in Berlin beginnt früh mit Besprechungen zur Morgenlage und weiteren Terminen, die sich manchmal bis zum Abend dahinziehen. Hoppenstedt thematisiert in diesem Zusammenhang die Arbeit der fünf Verfassungsorgane in Deutschland und beschreibt die Entstehung von Gesetzesentwürfen bis hin zur Abstimmungsreife. „Das erfordert viel Zeit, ein konzentriertes Aktenstudium und überhaupt viel Kleinarbeit“, erklärt Hoppenstedt. Das Ziel es es schließlich, in beiden Häusern eine Mehrheit zu erzielen. „Bei alldem fühlt man sich am Ende manchmal wie im Hamsterrad und läuft Gefahr, den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr zu sehen“. Da könne es nicht schaden, meint Hoppenstedt, auch mal seine Frau zu fragen, um festzustellen, ob man noch auf dem richtigen Weg sei oder eben nicht. „Zur Entscheidungsfindung gehört es ohnehin, mit denen zu sprechen, die es betrifft und da heißt es dann, zuzuhören“. Nicht nur der eigenen Ehefrau. Letztendlich habe der Wähler eine Partei gewählt und erwarte damit auch, sich in dessen Darstellung und ihrer Arbeit wiederzufinden. Und auch wenn es eine Binsenweisheit ist: Politik gehört zum Leben mit dazu und ist unter anderem auch eine Generationenfrage, nicht nur im Umgang mit den sozialen Medien, sondern vor allem bei den Inhalten. Das Nichtstun dagegen wird irgendwann seinen Preis haben. An seine Zuhörer gewandt sagte Hoppenstedt: „Sie machen ja immerhin einen Politikleistungskurs. Das ist doch schon mal was“.