Probierhonig und Bienchen-Radiergummi

Imker Ralf Damerow erklärt den Hortkindern und Ortsbürgermeisterin Ute Bielmann-Sprung, anhand des Schaukastens, wie die Ordnung im Bienenstaat funktioniert. Foto: A. Wiese
 
Hmm, lecker: die Kinder durften auch Honig verkosten. Foto: A. Wiese

Hortkinder besuchten Imker auf der Streuobstwiese

Godshorn (awi). Auf ein tolles Ferienerlebnis können die Hortkinder aus der Kita Kielenkamp in Godshorn zurückblicken: Am letzten Ferienfreitag besuchten sie Imker Ralf Damerow auf der Streuobstwiese in Godshorn. Organisiert hatte den Ferienspaß Ortsbürgermeisterin Ute Biehlmann-Sprung. Und die ist auf ihre neue Streuobstwiese mächtig stolz. Zu Recht: 36 Bäume alter Baumarten wurden hier im April angepflanzt, nachdem sie vor sechs Jahren eine solche Wiese zum ersten Mal ins Gespräch brachte. Alle Bäume sind trotz der Trockenheit angegangen, was sicherlich zum Einen daran liegt, dass es sich bei der Wiese um ehemaliges Moorgelände mit hohem Grundwasserspiegel handelt. Zum anderen bringen sich aber auch Feuerwehr und Anlieger ein und gießen, wenn es nötig ist, betonte Bielmann-Sprung, die bei „ihrer Streuobstwiese" von einem „magischen Ort" spricht. An diesem magischen Ort trafen nun 13 Kinder, die in den Ferien im Hort der Kita Kielenkamp betreut werden, mit ihren Erzieherinnen Astrid Reschka und Monika Rehfeldt auf Imker Ralf Damerow, der mehrere Bienenvölker auf der Streuobstwiese stehen hat. Für die Kinder hatte er Schaukästen und Fotos mitgebracht, um ihnen seine Bienen besser erklären zu können. Die bestaunten die hinter Glas krabbelnden Bienen und suchten sogleich nach der Königin. "Die hat nämlich einen Punkt und ist größer", verkündete Joshua. Und so staunte auch Imker Damerow, nämlich darüber, dass die Kinder doch schon so einiges über Bienen wussten. Eine Frage hatte Joshua dann aber doch: „Was ist eigentlich die Aufgabe der Königin?" „Soviele Eier zu legen wie möglich" lautete die Antwort des Imkers. Er erklärte den Kindern, dass sich aus den Eiern, je nachdem in welche Zelle sie gelegt werden, Drohnen oder Arbeiterbienen entwickeln. Die Drohnen gehen aus den größeren Zellen hervor. Auch dass die Königin nur zwei mal in ihrem Leben aus dem Stock herauskommt und fliegt, nämlich einmal, wenn sie geschlüpft ist und nach fünf bis zehn Tagen ausfliegt, und einmal, wenn sie aus dem Stock vertrieben wird, erfuhren die Kinder. Drei bis fünf Jahre lebt eine Beinenkönigin im Schnitt. Die Farbe des Punktes, den ihr der Imker mit einer Art Stempel verpasst, zeigt ihr Geburtsjahr an. Natürlich durften die Kinder anschließend auch noch verschiedene Honigsorten verkosten und als Erinnerung an diesen lehrreichen Vormtitag bekam jedes auch ein kleines Glas mit nach Hause. Die Krönung waren dann die Radiergummis in Bienenform, die Ortsbürgermeisterin Ute Biehlmann-Sprung zum Abschied verteilte. Die freut sich übrigens schon auf die zweite Streuobstwiese gleich nebenan, die bereits in Planung ist. "Das Projekt wird so hervorragend angenommen, da müssen wir weitermachen", so die Ortsbürgermeisterin im Gespräch mit dem ECHO. Die Bäume haben teilweise Namen bekommen wie Baum der Liebe oder des Friedens. Es gab Sachspenden wie den Wildvogelsitz und den Fledermauskasten. Stadt und Sportverein mähen regelmäßig, Demnächst wird ein Brunnen gebohrt und die Wiese ist schon jetzt ein höchst kommunikativer Ort. „Diese Wiese vereint die Menschen hier bei uns in Godshorn", stellt Ute Biehlmann-Sprung hochzufrieden fest.