Quergedacht

„Sundays for Future“

War das nicht das Motto der Schulstreiks der schwedischen Schülerin, die in allen Medien Topthema waren? Nein, die waren nicht an Sonntagen. Die 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg geht seit Sommer 2018 freitags nicht zum Unterricht. Sie demonstriert an jedem Freitag für mehr Klimaschutz. Tausende Schüler*innen in Deutschland und der ganzen Welt sind Gretas Vorbild unter dem Motto „Fridays for Future“, zu Deutsch „Freitage für die Zukunft“ schon gefolgt. Im Dezember 2018 sprach Greta Thunberg auf der UN-Klimaschutzkonferenz in Polen. Ohne Angst sagte sie, was sie denkt: „Mir ist egal, ob ich beliebt bin. Ich will Klimagerechtigkeit und einen lebenswerten Planeten.“ Mit ihrer ehrlichen Art hat sie die Menschen inspiriert, sich für eine bessere Klimapolitik einzusetzen. Es geht ihr um ihre persönliche Zukunft und um die Frage, welche Zukunftsperspektiven die jungen Leute von heute haben. Die Streiks sind nicht gegen das Schulsystem gerichtet. Es geht darum: „Ist es wichtig, für eine Zukunft zu lernen, wenn diese nicht lebenswert ist?“ Auch Eltern streikender Jugendlichen, die sich mit den Anliegen ihrer Kinder solidarisieren, haben sich als „Parents for Future“ vernetzt. Ebenso unterstützen namhafte Künstler*innen in der Gruppe „Artists for Future“ das Projekt. Ihnen allen geht es um ein lebenswertes Leben in der Zukunft, hier auf der Erde. - Und wie ist es mit dem zukünftigen Leben, dem Leben nach unserem irdischen Dasein? Wäre es nicht eine Idee, ähnlich der „Fridays for Future“, „Sundays for Futur“ („Sonntage für die Zukunft“) einzufordern? Tage, die uns bewusst machen: „Das Beste, kommt erst noch!“, in einem zukünftigen Leben bei Gott. In diesem Glauben könnten wir uns gegenseitig stärken. Junge und alte, Kinder und Eltern, Priester und Laien. Jede und Jeder könnte sein Talent einbringen. Die Kernforderung an uns würde gleichlauten, wie die, der Aktion von Greta Thunberg: „Handelt endlich – damit wir eine Zukunft haben!“

Wolfgang Frost, Gemeindereferent