Quergedacht

Alles hat seine Zeit

1 Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit: 2 eine Zeit zum Gebären / und eine Zeit zum Sterben, / eine Zeit zum Pflanzen / und eine Zeit zum Abernten der Pflanzen, 3 eine Zeit zum Töten / und eine Zeit zum Heilen, / eine Zeit zum Niederreißen / und eine Zeit zum Bauen, 4 eine Zeit zum Weinen / und eine Zeit zum Lachen, / eine Zeit für die Klage / und eine Zeit für den Tanz; 5 eine Zeit zum Steinewerfen / und eine Zeit zum Steinesammeln, / eine Zeit zum Umarmen / und eine Zeit, die Umarmung zu lösen, 6 eine Zeit zum Suchen / und eine Zeit zum Verlieren, / eine Zeit zum Behalten / und eine Zeit zum Wegwerfen, 7 eine Zeit zum Zerreißen / und eine Zeit zum Zusammennähen, / eine Zeit zum Schweigen / und eine Zeit zum Reden, 8 eine Zeit zum Lieben / und eine Zeit zum Hassen, / eine Zeit für den Krieg / und eine Zeit für den Frieden.
Dieser Text aus dem Buch Kohelet, Kapitel 3, Vers 1-8, im Alten Testament, kam mir gleich in den Sinn, als ich überlegte: „Was schreibst du in deinem letzten „quergedacht“ -Artikel?“ Er begleitet mich und meine Frau schon seit Jahren durch unser Leben. In den unterschiedlichsten Situationen gab er uns Halt und Kraft. Er verdeutlicht, dass das Leben wellenförmig verläuft. Dieses Auf und Ab gestaltet unser Dasein und macht es aus. Und so ist nun auch die Zeit gekommen, mich von Ihnen zu verabschieden, da ich in den Ruhestand gehen werde. In meinem ersten „quergedacht“, das am 29. Oktober 2011 erschien, schrieb ich „Gegen den November-Blues“. Auch in diesem Artikel zitierte ich Kohelet. Ich glaube, das ist kein Zufall. Zum Ende habe ich geschrieben: „Doch vertrauen wir auf das Leben, das Gott für uns bereit hält“. In diesem Vertrauen will ich meinen neuen Lebensabschnitt beginnen. In 37 „quergedacht“-Artikeln konnten Sie meine Gedanken zu den unterschiedlichsten Themen des Alltags lesen. Ich danke denen, die mir mitteilten, dass Ihnen der eine oder andere Artikel gefiel. Und, war für andere das Geschriebene so gar nicht nach Ihrem Sinn – es war eben „quergedacht“.