Quergedacht

Du bist nicht allein, ich begleite dich

Nach den Sommerferien und dem Urlaub steht für viele Menschen ein Neuanfang an. Mitunter fängt dies schon in frühem Lebensalter an, die Zeit in der Krippe beginnt oder wir stehen am Anfang unseres Kindergartenjahres. Der Alltag beginnt wieder, Vertrautes wird fortgesetzt. Die Schule beginnt und an diesem Wochenende ist viele Kinder ihr Schulan-fang. Die Gefühle der Mädchen und Jungen sind ganz unterschiedlich. Die meisten haben schon lange auf die Zeit als Schüler gewartet, andere schauen ängstlich auf den Schulbeginn. Mit dem beginnenden neuen Schuljahr, gibt auch für viele Schüler eine Veränderung, sie kommen in eine neue Klasse oder wechseln vielleicht sogar die Schule. Andere erwartet nach der Schulzeit nun die Berufsausbildung oder das Studium. Weichen für das weitere Leben müssen gestellt werden. Andere Veränderungen sind im Laufe der Zeit später denkbar. Ein Berufs- oder Ortswechsel, Veränderungen auf der Beziehungs-ebene (Heirat, Trennung, Auszug der Kinder, Tod oder anderes). Am Ende der Berufszeit (wie es mir in drei Monaten ansteht.) die verschiedensten Einflüsse beruflicher und privater Art.
Verschiedene Lebensabschnitte, die wir gemeinsam oder mit Anderen gehen. Manchmal begleiten uns Menschen auf diesen Wegen, manchmal die Kirchen wie z.B. am Schulan-fang bei den Einschulungsgottesdiensten mit dem zugesagten Segen für den persönlichen Weg. Vielleicht kennen Sie das Lied von Reinhard Mey „Zeugnistag“. Der Schulrektor möchte für einen Verstoß des Schülers bei den Eltern die Bestrafung erreichen, diese aber decken ihren Sohn und nehmen ihn liebevoll mit nach Hause. Für Reinhard Mey gilt: Über die Moral kann man streiten, aber es ist gut zu wissen: „Du bist nicht allein, da ist jemand, der dir Zuflucht gibt und der dich begleitet und der mit dir geht. Für uns Christen heißt das, wir dürfen in allen Lebenssituationen und auf allen Wegen darauf vertrauen, dass wir nicht allein sind. Schauen wir auf die verschiedenen Abschnitte in unserem Leben, die Höhen und Tiefen, die Veränderungen und Entwicklungen. Ich wünsche Ihnen diese Erfahrung Gottes und in vielen Momenten, Menschen, die Ihnen zu Seite stehen und somit Gottes Nähe erfahrbar machen.

Klaus-Dieter Tischler, Pfarrer