Quergedacht

150 Jahre Elisabethkirche

Vor etwas mehr als 150 Jahren hatte der damalige Kirchenvorstand keine Wahl mehr. Er musste eine neue Kirche bauen. Es lebten immer mehr Menschen in Langenhagen. Die alte Kirche war zu klein geworden und außerdem war sie dunkel und baufällig. Das hatte die Landeskirche auch schon mehrfach angemahnt. Aber es gab immer jemanden der meinte: „Das geht doch noch.“ Vor allem wollte man wohl nicht so viel Geld ausgeben.
Wie gesagt – irgendwann gab es keine Alternative mehr. Es musste etwas passieren. Und wir sind heute froh, dass unsere Vorfahren damals diesen Schritt gewagt und eine Menge Geld in die Hand genommen haben, um die schöne Elisabethkirche (die damals noch keinen Namen hatte) zu bauen. Sparsamkeit stand trotzdem noch ganz oben auf der Liste. Denn als es um die Frage ging, ob auch ein neuer Kirchturm gebaut werden solle, da sagte der Kirchenvorstand Nein. Und so blieb der alte Turm stehen. Auch darüber sind wir heute froh, denn gerade der alte Turm macht die Kirche zu etwas ganz Besonderem.
Seit 150 Jahren bietet die Elisabethkirche nun also ein Dach für Menschen, ihren Glauben und ihre Hoffnungen. So viele Gebete sind in all den Jahren unter diesem Dach gesprochen worden. So viele Kinder sind getauft und Brautpaare getraut worden. Und auch Abschiede wurden hier begangen und manche Trauer vor Gott ausgeschüttet.
Es gibt Kirchen, die noch viel älter sind. Es gibt auch jüngere. In jedem Fall ist es gut, dass wir solche Häuser haben. Häuser, in denen Raum ist für alles, was uns berührt und bewegt. Häuser, in denen unser Leben Tiefe bekommt, weil wir es dort mit anderen zusammen in einen größeren Zusammenhang stellen können.
150 Jahre ein Dach für den Glauben. Das ist ein Grund zu feiern. Feiern Sie mit uns: Am Sonntag, 15. September, um 11 Uhr im Gottesdienst mit Landesbischof Ralf Meister und danach auf dem Kirchplatz.


Torsten Kröncke, Pastor