Quergedacht

Sabine Behrens, Pastorin

Faire Woche

„Selig sind, die nach Gerechtigkeit hungert und dürstet; denn sie sollen satt werden.“
Manches fängt ganz klein an. In der „Fairen Woche“ (13.-27.9.) möchte ich an die kleinen Anfänge des fairen Handels erinnern. Anfangs war es nur schwer möglich an fair gehandelten Tee oder Kaffee zu kommen, man musste „3.-Weltläden“ (auf)suchen oder sich an die Verkaufszeiten in Kirchengemeinden oder anderen Gruppen halten. Mittlerweile findet man viele Fairtrade-Produkte auch in vielen Supermärkten. Wer fair einkauft, kann hervorragende Qualität für sich und Gerechtigkeit im Handel miteinander verbinden. Seit 15 Jahren gibt es die faire Woche mit vielen Veranstaltungen zum Fairen Handel in Deutschland (siehe www.faire-woche.de und #fairhandeln). In ihrem Video auf der Internetseite verbinden Schüler*innen eines Berliner Gymnasiums das Thema Gerechtigkeit mit dem anderen großen Thema unserer Tage: mit dem Klimawandel. Das tun wir in den evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden in Langenhagen heute auch: mit unseren Konfirmand*innen. Wir treffen uns heute Nachmittag zu den Themen Schöpfung und Gerechtigkeit. Wir lernen und diskutieren in Workshops zu fairtrade, Vermeidung von Plastik, FridaysForFuture, Solidarität und bauen ganz praktisch Insektenhotels.
Wo kommt darin eigentlich Gott vor? Überall, denke ich. Gott hat die Welt geschaffen, es ist seine Schöpfung, die wir bewahren wollen. Und zu seiner Schöpfung gehört die Gerechtigkeit von Anfang an dazu. Angstfreies, friedliches Leben hier auf Erden. So hat Gott sich das gedacht.
Darum finde ich es wichtig, Gerechtigkeit und Schutz der Schöpfung immer wieder zum Thema zu machen.