Quergedacht

Für Dich nur das Beste

Haben Sie sich schon einmal geärgert, wenn die schwarze Tonne oder der gelbe Sack liegen bleibt und entweder spät oder gar nicht abgeholt wird? Das passiert so ein- bis zweimal im Jahr. Misstrauen wächst, dass das nun öfters passiert, dass die abholende Firma nicht gut ist. Zur Sicherheit schauen wir kontrollierend aus dem Fenster. „Schatz, war die Müllabfuhr schon da?“. „Nein, ich glaub die haben uns schon wieder vergessen.“
Wie wäre es denn einmal ganz anders? Positiv und dankbar. Denn eigentlich – wenn wir darüber nachdenken – sollten wir dankbar und zufrieden sein. Denn es ist doch wunderbar, dass es 22 bis 24 Mal im Jahr funktioniert und unser Müll abgeholt wird.
Aber wir – auch ich – regen uns lieber über die paar Male auf, die es nicht funktioniert.
Folgenden Bibelvers haben wir vergangenen Montag in einer Gruppe von zwölf Menschen praktisch umgesetzt: „Suchet der Stadt Bestes … und betet für sie zum HERRN; denn wenn's ihr wohlgeht, so geht's euch auch wohl.“ (Jeremia 29,7). Wir haben gesucht, was das Beste an Langenhagen ist und viel gefunden: Fließendes, trinkbares Wasser, Strom, Telefon und Internet rund um die Uhr. Sicherheit durch Polizei, Feuerwehr und Krankenhaus. Hunderte von Möglichkeiten einzukaufen, versorgt zu werden, sich zu bilden oder auch zu entspannen. Die Liste lässt sich tatsächlich fast endlos erweitern. Und dann? Was passierte dann? Ich wurde Minute um Minute dankbarer, zufriedener und ruhiger. Und dann haben wir gebetet. Voller Dankbarkeit und natürlich auch mit der Bitte an Gott, dass unsere Langenhagener Rundumversorgung auch in Zukunft erhalten bleibt. Ja ein Dankgebet bringt mich ins Nachdenken darüber, wofür ich überhaupt dankbar sein kann. Selbstverständliches wird auf einmal zu etwas Wunderbarem. Ich bin froh, dass Beten eine große Möglichkeit ist, sich selbst über Vieles bewusst zu werden. Und Gott gibt uns dabei immer etwas zurück: Mir geht es wohl. Wohler als ohne Gebet. Wann haben sie das letzte Mal ein Gebet zu Gott oder Jesus gesprochen? Oder wollen sie gar nicht, dass sie sich wohl fühlen?

Marc Gommlich, Pastor