Quergedacht

"Ixh bin dann mal wieder weg"

„Ich bin dann mal wieder weg“, hätte Jesus auch salopp zu seinen Jüngern sagen können, als es für ihn zurück zu seinem Vater in den Himmel ging. Es war noch nicht lange her, dass seine Jünger, seine Freunde und seine Familie Jesus verloren. Ein für alle Mal, so schien es. Jesus starb am Kreuz. Er war weg. Niemand, nicht ein einziger Mensch rechnete damit, dass er von den Toten auferstehen würde. Alles schien am Ende zu sein. Alle verkrochen sich aus Angst oder Traurigkeit in ihre Unterschlüpfe. Nicht in Worte zu fassen war die Freude, die erst Schritt für Schritt begriffen wurde, als Jesus wieder da war: Er lebt, er ist auferstanden!
Und dann, vierzig Tage später, endet die heile Welt. „Ich bin dann mal wieder weg“, hätte es genau getroffen. Eigentlich nachvollziehbar, dass Jesus wieder zurück zum Vater geht, oder wie sehen Sie, wie siehst du das? Jesu Auftrag wurde erfüllt. Zu 100%. Alles erledigt, alles vollbracht. Jetzt sind die Jünger dran. All die Menschen, die auf Jesus vertrauen, an ihn glauben. Dieses Mal allerdings mit dem Versprechen, dass Jesus bei ihnen ist bis an der Welt Ende. Dieses Mal vertrauen sie seinen Worten. Dass er nach drei Tagen von den Toten aufersteht, hatte keiner geglaubt. Bei Jesu Himmelfahrt gab es keine Zweifel mehr an Jesu Worte. Dieses Mal vertrauten alle, die an ihn glaubten, dass wahr ist und wahr wird, was Jesus sagt und verspricht. Deswegen: dieses Mal keine Angst, keine Trauer. Mit großer Freude und Dank, Lob und Preis im Herzen ging es in den Tempel nach Jerusalem. Jesus war ja bei ihnen. Nicht mehr körperlich, sondern im Geist. Wieso also traurig sein?
Was wir uns am Himmelfahrtstag noch einmal klar machen können: Jesu Worten können wir trauen, selbst, wenn es unmöglich, unwahrscheinlich scheint. Was den Jüngern Karfreitag nicht möglich war, war Himmelfahrt völlig selbstverständlich. Auf Jesu Worte vertrauen lohnt sich. Es bringt Ihnen und dir Freude!

Marc Gommlich,Pastor