Quergedacht

Alles nur stumm ertragen?

Erstes Erlebnis: Ein Mann bekommt die Nachricht, dass seine Mutter im Sterben liegt. Er hat nur noch die Möglichkeit ein letztes Telefongespräch zu führen. Was sagt er? Vielen Dank? Auf Wiedersehen? Ja, das sagt er und meint es auch so von ganzem Herzen. In der darauffolgenden Nacht kann er nicht schlafen. Er betet und gibt alles, auch das Sterben seiner Mutter in Gottes Hände. Dann döst er ein, wacht um drei Uhr morgens auf und verspürt auf einmal tiefen Frieden in seinem Herzen. Kein Wunder geschieht, seine Mutter stirbt. Der innere, tiefe Friede im Herzen, in der Seele aber bleibt. Also doch ein Wunder, oder nicht?
Zweites Erlebnis: Unsere Oma bekommt vom Arzt die Nachricht, dass etwas mit ihrem Herzen nicht in Ordnung ist. Sie muss innerhalb weniger Tage operiert werden. Wie geht sie damit um? Was kann sie tun? Stillhalten, abwarten und alles über sich ergehen lassen? Sie betet. Sie glaubt an Gott und seinen Sohn Jesus. Auf ihre rheinisch-brandenburgische, direkte Art hat sie jedem in Not in ihrem Umfeld immer am Ende des Gespräches gesagt: „Ich bete für Dich.“ Ein einziger Mann aus ihrem Freundeskreis sagte einmal daraufhin, dass er nicht an Gott glaubt und ihr Gebet nicht braucht. Sie gestand mir: „Ich habe trotzdem für ihn gebetet und es hat im nicht geschadet. Dieses Mal waren wir dran und sagten zu unserer Oma: „Wir beten für dich.“ Wie es ausgeht weiß ich noch nicht. Was ich aber weiß ist, dass sie geborgen und gesegnet in die OP gehen wird.
Drittes Erlebnis: Ein Arzt sagte mir persönlich neulich in Langenhagen stolz: „Ich bin Atheist.“ Was sagt er? Was kann er tun, wenn schlimme Nachrichten kommen, egal welcher Art? Weniger als der Mann und unsere Oma. Das steht fest.
Bibelvers: In der Angst rief ich den Herrn an; und der Herr erhörte mich und tröstete mich. (Psalm 118,5)
Fazit: Entscheiden sie selbst, ob sie das Gebet an Gott und an Jesus nicht zu ihren Möglichkeiten mit angstmachenden Lebenslagen umzugehen, hinzufügen.
Es sind Tausende Male, in denen ich in meinem bisherigen Leben feststellen durfte, dass Gebet große, wunderbare Auswirkungen hatte und hat. Ich lade sie ein, Gebet auszuprobieren. Lassen sie sich dieses Angebot Gottes und Jesu nicht entgehen. Immer wieder neu. 

Marc Gommlich, Pastor Elia-Gemeinde