Quergedacht

Du bettest die Toten in feine Farben

Am Sonntag gedenken wir in unseren Gottesdiensten der Verstorbenen des vergangenen Jahres und aller Verstorbenen, die einen wichtigen Platz in unserem Herzen haben. Ich gebe Ihnen hier einen Liedtext weiter, den ich selber sehr schön und tröstlich finde.
Der Text stammt von Tscho Hoffmann und die Melodie von Jan Simowitsch. Sie finden das Lied auf youtube unter „Du bettest die Toten – Monatslied November“. Aber der Text allein ist auch tröstlich:
Vor unseren Augen bleibt Erinnerung,
Geschichten und Bilder im Kopf.
Tränen fließen, die Grenze verschwimmt,
wir können nicht halten, was uns nicht gehört.
Du bettest die Toten in feine Farben,
Farben der Liebe und salzige Tränen.
Das Lächeln des Lebens, die Last der Tage,
in deiner Hand ruht, was war, was ist, bleibt.
Der Tod kommt zur Unzeit und ist nicht gerecht,
der Abschied, die Frage warum.
Frieden schließen ist unendlich schwer.
Und neues zu suchen, das Leben im Tod.
Du bettest die Toten in feine Farben,
Farben der Liebe und salzige Tränen.
Das Lächeln des Lebens, die Last der Tage,
in deiner Hand ruht, was war, was ist, bleibt.
Wir trocknen die Tränen, doch die Leere bleibt.
Wir tasten uns langsam voran
voller Sehnsucht nach einem Zuhaus,
an das es noch keine Erinnerung gibt.
Du bettest die Toten in feine Farben,
Farben der Liebe und salzige Tränen.
Das Lächeln des Lebens, die Last der Tage,
In deiner Hand ruht, was war, was ist, bleibt.
Seien Sie behütet und gesegnet.

Sabine Behrens, Pastorin der Emmaus-Kirchengemeinde