Quergedacht

Wege zueinander suchen

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir befinden uns im Lockdown light. Die Pandemie hat uns fest im Griff und die Adventszeit und Weihnachtszeit beginnt. Viele von Ihnen werden sich fragen, wie das alles werden wird? Keine Weihnachtsmärkte, kein gemeinsames Singen, keine Feiern in großer Runde. Eines ist sicher, der Advent 2020 wird ganz anders!
Die Advents- und Weihnachtszeit ist für alle Menschen in unserer Stadt eine besondere Zeit. Die Straßen sind hell erleuchtet und helfen uns über die dunkle Jahreszeit hinweg. Letztlich ist zeigt sich schon darin die Botschaft von Weihnachten. In einem polnischen Weihnachtslied heißt es: „Als die Welt verloren, Christus ward geboren, in das nächtge Dunkel, fällt ein strahlend Funkeln.“ Diesem Christus ist nichts in dieser Welt fremd, er kennt unsere Sorgen und ist in jeder Not bei uns.
Nutzen wir diese schwierige Zeit, um uns zu besinnen und Wege zueinander zu suchen. Meine Bitte an alle ist: Bleiben Sie in Kontakt miteinander, auch wenn Sie sich nicht treffen können. Das Virus trennt uns zwar räumlich, aber wir haben viele Möglichkeiten des gemeinsamen Austausches.
Soziale Isolation zu überwinden, ist eine ganz wichtige Aufgabe für uns alle. Treffen Sie sich gemeinsam per Video mit dem Punsch in der Hand und prosten sich zu. Greifen Sie zum Telefon, rufen Sie Ihre Lieben einmal mehr an – das Telefon ist unser Draht zueinander. Gemeinsames Reden ist viel wert, aber auch Grüße per Post machen glücklich und zeigen „Ich denk an Dich“! Und darum geht es doch. Und plötzlich passiert es: „in das nächtge Dunkel, fällt ein strahlend Funkeln.“
So wünsche ich Ihnen allen eine gesegnete Adventszeit und schon jetzt ein frohmachendes Weihnachtsfest.

Pfarrer Hartmut Lütge, Katholische Pfarrgemeinde Liebfrauen mit Zwölf Apostel