Quergedacht

Denkveränderungen Teil II

‚Woher kommen wir?‘ war in meinem letzten Quergedacht vor zwei Monaten Thema. Ausgelöst durch die immer noch hängenden Plakate am Straßenrand von Langenhagen. Fazit: Richtig tiefen Frieden mit dieser Frage – auch im Blick auf alle anderen Menschen in unserer Welt – finden wir nur, wenn wir erkennen, dass jeder Mensch Gottes Geschöpf ist. Ausnahmslos ausgestattet mit Würde und Wert.
Verstand und Wissenschaft werden allerdings herangezogen, um zu beweisen, dass es Gott nicht geben kann und der Ursprung unserer Welt dem Zufall zuzuschreiben ist. Genau derselbe Verstand sagt mir aber auch, dass das nicht geht. Auch nicht mit der Begründung von mehreren Milliarden Jahren. Eine Fledermaus soll durch Zufall ausgestattet worden sein mit einem Ultraschall-Radarsystem? Sender und Empfänger auf einen Schlag? Der Zufall soll einen komplexen Salzwasserfilter bei Möwen entwickelt haben, damit Möwen Salzwasser trinken können? Fische können umwelt- und ressourcenschonend Strom und Licht erzeugen, um Beute zu machen? Wer’s glaubt, wird selig.
Nein, wird er oder sie nicht. Selig sein bedeutet, dass sie wissen, was mit ihnen nach ihrem Tod passiert. Wer selig ist weiß, wohin er oder sie geht. Immer noch nicht so ganz richtig. Selig sein bedeutet, dass sie wissen, dass nach ihrem Tod ein wunderbarer Neuanfang auf sie wartet.
Jesus ist das eine, einzigartige Beispiel mit dem Gott ihnen zeigen möchte: Es geht. Es stimmt. Das kannst du haben. Und nur in diesem Fall stimmt unser Satz: ‚Wer’s glaubt, wird selig!“ Wer Gott im Falle Jesu glaubt, wird selig, hat sein Leben gerettet, wird im Himmel, im Paradies enden.
Was wissen sie alles über Jesus? Zu sagen: “Stimmt nicht. Gibt’s nicht. Alles Blödsinn.“ wäre doch zu leichtfertig, wenn doch ihr Leben, ja ihre Seligkeit davon abhängt. Es wäre genauso oberflächlich und unklug so etwas zu denken wie einen Menschen auf seine vor kurzem abgeschlossene Tätigkeit zu reduzieren. Der Satz, den viele immer mit Kirche und dem christlichen Glauben verbinden gilt fairer Weise doch auch für alle Plakate und Theorien, oder? Der kritische Satz lautet: „Glauben sie nicht alles, was ihnen gesagt und vor ihnen aufgehangen wird!“
Denken sie! Prüfen sie! Nutzen sie ihren Verstand! Denn unser Verstand ist ja wieder so ein Wunderding. Wenn Gott ihn geschaffen hat, sollen, dürfen, müssen wir ihn auch benutzen, oder sehen sie das anders?
In der Bibel, im Lukasevangelium, Kapitel 16, die Verse 19-31, steht eine Augen und Verstand öffnende Erzählung: Ein Mann, der ein richtig schönes Leben hatte, stirbt. Er muss erkennen, dass diese Sache mit Gott wahr ist. Für ihn ist es zu spät. Der Zug ist abgefahren. Aber er möchte so gerne seiner Familie die Augen für diese Wahrheit öffnen. Durch Abraham lässt Gott diesem Mann allerdings ausrichten, dass es bereits genug Hinweise auf Gott in der Welt gibt. Wer diesen nicht glaubt, der wird auch alles weitere nicht glauben.
Mit Jesus durchkreuzt Gott unsere Gedanken und möchte auf sich aufmerksam machen. Hinweis genug, was möglich ist, oder? Hinweis genug, wie sie selig werden können, oder? Wo Jesus hingegangen ist, können wir auch hingehen

Marc Gommlich, Pastor Elia-Kirchengemeinde