Quergedacht

Völlig von den Socken

Oder mit anderen Worten: Total überrascht. So ging es einer Frau am Mittag, die einfach ihre Besorgungen für den Tag erledigen wollte. Als sie gerade dabei war alles einzuladen, traf sie einen Mann. Nichts Ungewöhnliches eigentlich. Doch für den Ort und um die Zeit war das schon äußerst merkwürdig. Na gut. Es stellte sich heraus, dass dieser Mann eine Verschnaufpause brauchte und durstig war. Deswegen fragte er auch die Frau, ob sie etwas zu Trinken für ihn hätte. Darüber kamen die beiden ins Gespräch. Das Gespräch war so anregend, so tief, so guttuend, dass es am Ende kein Wasser für den Mann gab. Genau das Gegenteil war passiert, die Frau war völlig von den Socken, total überrascht, ja erfrischt und begeistert von diesem Mann. Sie ließ alles stehen und liegen, rannte ins Dorf und wollte, dass jeder diesen überraschend guttuenden Mann kennenlernt. Denn dieser Mann hatte ihr etwas gegeben, dass sie noch nie gespürt hat: Der behandelt mich mit Achtung und Respekt. Er nimmt mich so an, wie ich bin! Und hilft mir dabei, mein Leben besser zu machen. Meine Schuld und Versagen loszuwerden. Für immer.
Ja, vielleicht ahnen sie es schon, um wen es geht. Ich wollte den Mann aber nicht sofort beim Namen nennen. Ich habe oft feststellen müssen, dass sobald ich den Namen nenne, viele gar nicht weiterlesen oder -reden und sagen: „Ach hör mir auf mit diesem …..!“.
Die Begegnung dieser beiden Menschen fand vor ca. 2000 Jahren statt. Die Frau war eine dorfbekannte Sünderin, die unvorbereitet auf – sie ahnen es – Jesus traf. Nachzulesen in Johannes, Kapitel 4.
Meine eigene Begegnung mit Jesus war ähnlich. Ich hatte als Jugendlicher auch meine Scherze über Gott und Jesus gemacht und deren Existenz bezweifelt. Als ich dann gezwungenermaßen doch in Kontakt mit den beiden kam, war ich ebenfalls völlig von den Socken, total überrascht, ja total begeistert. Gott und Jesus waren real und eben überraschend anders als ich vorher dachte. Das tat gut. Unendlich gut. Unbeschreiblich gut. Und wissen sie was? Der Grund, warum ich Pastor geworden bin, ist, dass ich ihnen persönlich den Tipp geben möchte weiterzulesen, weiterzureden und weiterzufragen, wenn es um Jesus geht. Lassen sie sich überraschen, was passiert, wenn sie Jesus kennen lernen.

Marc Gommlich, Pastor Elia-Kirchengemeinde