Quergedacht

Bald ist Weihnachten.

Während bei dem sehr jungen Teil der Bevölkerung die Vorfreude und die Erwartung die Tage viel zu langsam vergehen lassen, wächst auch die Unruhe beim älteren Teil der Bevölkerung, wobei es uns wohl eher so geht, dass die Tage viel zu schnell vergehen.
Mir fällt dabei folgendes Adventslied ein: „Es kommt ein Schiff, geladen bis an sein höchsten Bord, trägt Gottes Sohn voll Gnaden, des Vaters ewigs Wort.“ Wenn ich dieses Lied singe, fühle ich mich an einen Fähranleger versetzt. Ich warte auf die Fähre, weil ich jemanden abholen möchte, der mit dieser Fähre kommt. Ungeduldig schaue ich auf den Horizont, bis das Schiff endlich auftaucht. Das ist schon mal gut! Hoffentlich ist auch derjenige auf dem Schiff, den ich abholen will. Dann dauert es, bis das Schiff endlich anlegt und die Passagiere vom Schiff kommen. Ich recke meinen Hals. Kann ich ihn schon sehen? Ja, er ist mitgekommen! Wir winken uns zu, jetzt ist die Zeit absehbar, bis wir uns endlich in die Arme schließen.
Gott will zu uns kommen. Bald. Die Zeit ist absehbar. Freuen Sie sich auch schon so darauf?

Pastorin Sabine Behrens, Emmaus-Kirchengemeinde