Raritäten entdeckt

Lisel Köthe erzählt den Teilnehmern der Rad-Tour spannende Geschichten über das Bissendorfer Moor. (Foto: R. Stankewitz)

NABU - Fahrradtour sorgte für Moorerlebnis

Kaltenweide. An der Fahrradtour des NABU Langenhagen von Kaltenweider Weiherfeld zum MOORiZ nach Resse nahmen 14 Naturfreunde teil. Vom Treffpunkt aus starteten die Teilnehmer zum Südturm des Bissendorfer Moores um dort die Gästeführerin Lisel Köthe aus Resse zu treffen. Sie begrüßte die Teilnehmer und begann gleich viele interessante Geschichten rund um die Moore der Hannoverschen Moorgeest zu erzählen. Direkt am Moorrand erklärte die ehrenamtliche Mitarbeiterin des MOORiZ die typischen Pflanzen im Moor und auch wie Moore überhaupt entstehen. Besonders spannend dabei war, das es eben nicht nur ein theoretischer Vortrag war, sondern das die beschriebenen Pflanzen auch direkt betrachtet werden konnten. So bestaunten die Teilnehmer den Sonnentau, eine fleischfressende Pflanze, die ihre Nährstoffe mit der Erbeutung von Insekten bezieht, verschiedene Wollgrasarten und natürlich die Moor spezifischen Torfmoosarten. Vom Südturm aus konnte der Muswillensee sehr schön gesehen werden und Lisel Köthe konnte selbstverständlich auch die zum See gehörende Sage vom versunkenen Schloss zum Besten geben. Die Faszination Moor sprang dabei auf alle Teilnehmer über, insbesondere bei der Stippvisite an der als Naturdenkmal ausgewiesenen Orchideenwiese. Hier konnte das gefleckte Knabenkraut in einer fast unvorstellbaren Fülle bestaunt werden. Diese wilde Orchideenart ist eine außerordentliche Schönheit unserer Natur und kommt ausschließlich auf sauren, nassen Böden vor. Diese Bodenbeschaffenheit findet man nur in Moorrandbereichen. Im heimischen Garten ist diese Orchideenart verloren und würde sehr schnell eingehen. Im MOORiZ angekommen konnte das neu erworbene Wissen mit der sehr informativen und schön gestalteten Ausstellung noch vertieft werden. Spannend war es, die historischen zum Torfstechen benötigten Werkzeuge zu sehen. Die präparierten tierischen Nutzer einer Moorlandschaft konnten aus nächster Nähe bestaunt werden und halfen so ein Bild zu ungewöhnlichen Tierarten wie Bekassine und Ziegenmelker zu erhalten.