Raum im Schutz des Elefanten

Die Kinder haben sich in zwei Workshops in Sachen Gestaltung eingebracht. (Foto: J. Stahl)

Neugestalteter Vorplatz der Adolf-Reichwein-Schule freigegeben

Langenhagen. An diesem Termin hatten die knapp 40 Kinder der Adolf-Reichwein-Schule sichtbar große Freude. Gemeinsam mit Schulleiterin Bernadette Zettelmann, Stadtbaurat Carsten Hettwer, Bürgermeister Mirko Heuer und Gästen feierten sie am Donnerstag, 5. Dezember, die symbolische Freigabe des neugestalteten Vorplatzes. Er bietet nun viel Raum zum Spielen, Sitzen und um Fahrräder sowie Roller abzustellen – alles im Schutz des Elefanten. Eine Figur in Lebensgröße überwacht das Treiben auf der etwa 1.300 Quadratmeter großen Fläche. In einer kleineren Ausführung dient das gemütliche Tier als Bank.
Innerhalb von vier Monaten wurde der Schulvorplatz ansprechend umgestaltet. Berücksichtigt wurden dabei die Anregungen, welche die Grundschulkinder im Jahr 2018 in zwei Workshops für den Schulhof eingebracht hatten. Die gemeinsame Idee war, mit dem Elefanten auf die Reise zu gehen – gemäß dem Motto „… auf die Insel fertig los“. Dieser Vorschlag wurde aufgegriffen, entsprechende Pläne vom Planungsbüro Ackermann Pläne entworfen und anschließend von der Firma Rasche, Garten- und Landschaftsbau, umgesetzt. Mit dem Ergebnis: Der Vorplatz – früher eher trist – bietet heute farbenfrohe Abwechslung auch in Gestalt von Hüpfchampignons und Wackelspielgeräten. „Es ist hier viel schöner geworden“, urteilte Stadtbaurat Hettwer. „Ich verstehe, dass es Euch gefällt, und freue mich darüber, dass es nun auch sicherer ist, wenn Ihr über den Vorplatz geht oder hier spielt.“
Der neue Vorplatz zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass er zum angrenzenden Lehrerparkplatz deutlich abgegrenzt ist. Taktile Elemente in der Pflasterung helfen jenen, die eine Sehschwäche haben, von der Eingangstür der Grundschule zur Ampel an der Hackethalstraße zu gelangen. Auf etwa 840 Quadratmeter wurde ein neues Pflaster verlegt, 700 Tonnen Schotter und 27 Meter Betonblöcke verbaut. Zudem wurden 165 Heckenpflanzen und gut 600 Stauden angepflanzt. So entstand für etwa 245.000 Euro eine Multifunktionsfläche, die außerhalb der Schulzeiten alle Quartiersbewohner nutzen können.
Die Sanierung des Vorplatzes wurde im Rahmen des Sanierungsprogramms „Soziale Stadt – Wiesenau“ umgesetzt. Entsprechend vielgestaltig war die Einbindung der Kinder in das Vorhaben. So wurde auch eine Mitmachbaustelle angeboten, in der die Kinder den Mosaikelefanten auf dem Vorplatz gestaltet haben. Das Motiv des Elefanten hatte die Bildhauerin Susanne Siegl modelliert und die Flächen des angrenzenden Sitzquaders vorbehandelt. Darauf konnten die Kinder kleine Mosaiksteine anordnen, sodass sich ein eigenes Motiv entwickelt. Der Elefant hat eine Höhe von 60 Zentimetern und ist gekleidet mit mehr als 1.000 Mosaik-Steine, in den Farben Grün, Rot, Orange, Lila, Türkis und Gelb.