Rechnergestützt und optimiert

Referent des Tages: Vilmar Mollwitz vom Institut für Flugführung der DLR in Braunschweig.

PRO Airport: 4-D-Anflugverfahren zur Lärmminderung

Langenhagen. Der Vorsitzende von PRO Airport, Bernd Speich, begrüßte als Vertreterin der Geschäftsleitung des Flughafens, Stefanie Vehling, sowie den Referenten des Tages, Vilmar Mollwitz, sowie recht zahlreiche Mitglieder und Gäste auf der Versammlung des Bürgerforums PRO Hannover-Airport. Er übergab ein Anschreiben an die Geschäftsleitung des Flughafens in Sachen ICE-Halt am Flughafen Langenhagen-Mitte, das gleichlautend auch an den Bürgermeister der Stadt gerichtet wurde. Hier wird angeregt, dass der Flughafen wie auch die Stadt Langenhagen von der Deutschen Bundesbahn fordern soll, dass die von sechs auf zwei reduzierten ICE-Halte wieder ausgebaut wweren sollen, und um einen echten Fernverkehrs-anschluss zu erreichen. Dieses wäre für den Flughafen wie für die Stadt als Mittelzentrum positiv. Vilmar Mollwitz vom Institut für Flugführung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Braunschweig stellte das 4-D-Anflugverfahren zur Lärmminderung vor. Hier geht es um rechnergestützte optimierte Landeanflüge, bei denen Flugzeuge auf Schub verzichten, in kontinuierlichem Sinkflug die Landebahn anfliegen und erst kurz vor dem Aufsetzen der Maschine die Landeklappen und Fahrwerke ausfahren. Hierbei können die Lärmemissionen um drei bis fünf Dezibel reduziert werden, was mehr als eine Halbierung des Lärms bedeutet. Dieses Verfahren wäre schon jetzt einsetzbar, wenn die Flugzeuge mit entsprechenden Rechnern ausgerüstet wären und die Fluglotsen der Deutschen Flugsicherung entsprechend geschult würden.
"Neben dem passiven Schallschutz, der bisher freiwillig vom Flughafen und demnächst von der Region und den Kommunen bearbeitet werde, wäre dieses Verfahren und der Weiterentwicklung leiserer Triebwerke eine weitere Maßnahme zur Reduzierung des Fluglärms", so argumentieren Stefanie Vehling vom Flughafen und Bernd Speich von PRO Airport gleichlautend. „Die Entwicklung leiserer Flugzeuge und Start- und Landeverfahren wird kontinuierlich zum Wohle der Anwohner des Flughafens weiter betrieben“, so Speich.
Auch der neue Flyer von PRO Hannover-Airport wurde den Mitgliedern und der Öffentlichkeit vorgestellt, mit dem man weitere Mitglieder werben will. Als Exkursionen stehen im Herbst die Werksbesichtigung von MTU und gegebenenfalls eine Fahrt zum neuen Flughafen BBI in Berlin an.